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Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergibt den Förderbescheid über 11,6 Mio. EUR an den Geschäftsführer der Ruhrbahn, Ahmet Avsar. Foto: Ruhrbahn; Montage: omnibus.news

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat heute die Förderurkunden an Verkehrsunternehmen aus ganz Deutschland übergeben. Die Ruhrbahn erhält eine Zuwendung in Höhe von rund 11,6 Millionen Euro zur Beschaffung von 52 modernen Brennstoffzellenbussen. Geschäftsführer Ahmet Avsar nahm die Förderurkunde persönlich entgegen. „Das ist ein starkes Signal für unsere Region“, betont Avsar. „Mit den neuen Wasserstoffbussen entwickeln wir unser Mobilitätsangebot konsequent weiter – leistungsfähig, flexibel und zukunftssicher. Für unsere Fahrgäste bedeutet das vor allem verlässliche Mobilität im Alltag. Wir investieren damit auch gezielt in die Zukunftsfähigkeit des Ruhrgebiets.“ 

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Mit rund 11,6 Millionen Euro Förderung für 52 neue Wasserstoffbusse stärken wir einen modernen und klimafreundlichen Nahverkehr im Ruhrgebiet. Wasserstoff bietet gerade in dicht vernetzten Regionen hohe Reichweiten, kurze Betankungszeiten und große betriebliche Flexibilität. Deshalb unterstützen wir die Verkehrsunternehmen dabei, ihre Flotten Schritt für Schritt zu modernisieren – für saubere Mobilität, wirtschaftliche Stärke und verlässliche Angebote für die Menschen vor Ort.“ Die 52 neuen Solo-Brennstoffzellenbusse ersetzen schrittweise ältere Dieselfahrzeuge und werden auf unterschiedlichen Linien im Bediengebiet der Ruhrbahn eingesetzt.

Wasserstoffbusse bieten für die Ruhrbahn hohe Reichweiten, kurze Betankungszeiten und eine größere betriebliche Flexibilität. Damit eignen sie sich besonders für ein dichtes und vielfältiges Linienangebot wie im Ruhrgebiet. Zugleich überzeugen die Fahrzeuge durch ein ruhiges Fahrverhalten, eine hohe Fahrgastkapazität und eine moderne Ausstattung, so die Ruhrbahn in ihrer Mitteilung an die Presse. Grundlage der Investition ist eine umfassende aktualisierte Analyse zur langfristigen Ausrichtung der Busflotte. Im Rahmen des Projektes „H2 Zero Emission“ wurden Batterie- und Wasserstoffantriebe systematisch miteinander verglichen.

Das Ergebnis: Unter den gegebenen Rahmenbedingungen der Ruhrbahn erweist sich der Brennstoffzellenantrieb auf einem Großteil der Linien als wirtschaftlich und organisatorisch besonders geeignet. Neben Kostengesichtspunkten waren Reichweite, Einsatzflexibilität und Kapazität entscheidende Faktoren für die strategische Entscheidung. Zugleich muss die Beschaffungsstrategie in der Zukunft Flexibilität erlauben. Das bedeutet, dass die Ruhrbahn in Zwischenschritten vorgehen muss. Bereits seit 2025 sind 19 wasserstoffbetriebene Linienbusse im Bedienungsgebiet der Ruhrbahn im Einsatz. Weitere sieben Wasserstoffbusse werden voraussichtlich noch bis Ende 2026 ausgeliefert und in Betrieb genommen. 

Mit den nun geförderten 52 zusätzlichen Fahrzeugen wächst die Wasserstoffflotte bis 2027/ 2028 auf insgesamt 78 Busse. Die Busflotte der Ruhrbahn umfasst derzeit insgesamt 315 Solo- und Gelenkbusse. Die Investition ist Teil einer langfristigen Modernisierungsstrategie. Ziel ist es, den Nahverkehr in Essen und Mülheim an der Ruhr technologisch weiterzuentwickeln und dauerhaft leistungsfähig aufzustellen – als verlässliches Rückgrat der Mobilität in einer starken Metropolregion. (BMV/Ruhrbahn/PM/Sr)

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