Der elektrische Tecnobus ist bei der ATAC in Rom auf drei Linien im Einsatz. Foto: ATAC

Lange standen die Elektrobusse von Tecnobus im Depot, dann wurden sie wieder revitalisiert. Foto: ATAC

In der italienischen Hauptstadt ist gestern die 3. E-Bus-Linie an den Start gegangen. Die Linie 100 dreht in der Innenstadt ihre Runden und sei für alle Menschen gedacht, die sich schnell durch die Einkaufsstraßen bewegen möchte, so Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi. Zum Einsatz kommen alte Bekannte: Der Elektrobus namens Gulliver von Tecnobus prägte einst die kleinen Gassen Roms wie kein anderes Fahrzeug: Rein elektrisch im Herzen der italieniischen Stadt unterwegs war er bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt. Doch dann hatten die Batterien nicht mehr die nötige Leistung, seit 2014 standen die kleinen Stromer ungenutzt im Depot. Es gab technische Probleme, die verbauten Batterien hatten nicht die benötigte Leistung. Im allgemeinen Durcheinander der ATAC konnte und wurde die Schuldfrage nicht geklärt. Tecnobus aus Italien hatte bis dato 500 Elektrobusse weltweit verkauft, auch in Deutschland war der kleine Gulliver kein Unbekannter. Im Rahmen der Restrukturierung des nach wie vor städtischen ÖPNV-Dienstleisters wurden auch die Mini-Elektrobusse wieder Teil des Fuhrparks. Mit neuen Batterien und neuer Folierung im markanten ATAC-Rot wurde 2018 dann in Rom ein erster Prototypen vorgestellt. Schon damals kündigten die Verantwortlichen bei der ATAC an, bis zum Jahr 2020 alle 60 Mini-Elektrobusse wieder einsatzfähig zu machen. Während die Antriebstechnik komplett erneuert wurde, erhielt der Fahrgastraum nur eine kleine optische Auffrischung, die acht Sitz- und 14 Stehplätze blieben erhalten. Die ATAC hat mit der Revitalisierung auch einen Service- und Wartungsvertrag mit einer Laufzeit von sechs Jahren abgeschlossen. Spätestens 2024, so die heutige Planung der ATAC, sollen die kleinen Stromer ausgemustert und durch neue ersetzt werden. Im letzten Jahr wurden mit der 117 und 119 zwei Linien mit den Mini-E-Bussen bestückt, jetzt kommt mit der Linie 100 die 3. Linie dazu, die jetzt auf einigen Straßen des historischen Zentrums mit Haltestellen auch zur U-Bahn A am Bahnhof Barberini eingerichtet wurde. Sie hat einen gemeinsamen Start- und Endpunkt (in der Via di Porta Pinciana) und fährt über Ludovisi, Venetien, del Tritone, Due Macelli, della Mercede, delle Convertite, dei Prefetti, Monte Brianzo, Vittoria Colonna, Piazza Cavour, Cicerone, Largo Fontanella Borghese, Del Corso, Largo Chigi, Del Tritone und über Venetien, bevor sie wieder zur Via di Porta Pinciana zurückkehrt. (ATAC/Raggi/PM/Schreiber)

 

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