Mit dem Rollator Busfahren – kein Problem. Foto: Zukunftsnetz Mobilität NRW

Die Liste der Feier-, Gedenk- und Aktionstage ist lang. Jährlich wiederkehrend – international oder national – an bedeutende historische weltliche oder religiöse Ereignisse erinnert sind uns die meisten Tage bekannt. Neu sind die, die über wichtige gesellschaftspolitische oder medizinische Problemlagen informieren. Dazu muss man den Rollator-Tag zählen, der in diesem Jahr im September in ganz Nordrhein-Westfalen in 22 Städten stattfindet. Der demografische Wandel stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen: Die Geburtenzahlen gehen zurück, die allgemeine Lebenserwartung wächst und der Anteil der älteren Menschen in Städten und Gemeinden wird deutlich zunehmen. Diese Entwicklungen machen es notwendig, alte Verhaltensmuster zu überdenken und neue Konzepte – auch neue Mobilitätskonzepte – zu entwickeln. So fordern etwa die Zunahme älterer Verkehrsteilnehmer und die Abnahme der Bevölkerung in der Fläche neue Lösungen zur Aufrechterhaltung der Mobilität älterer Menschen. Die alternde Gesellschaft benötigt eine sichere Verkehrsinfrastruktur und attraktive Mobilitätsangebote, wozu auch der Rollator-Tag zu zählen ist. Die Zahl der Rollatoren in Deutschland wird auf mehrere Millionen geschätzt – mit jährlichem Zuwachs von mehr als zehn Prozent. Der landesweite “Rollator-Tag NRW” hat das Ziel, Fahrgäste über den sicheren Umgang mit Rollatoren in Bus und Bahn zu informieren. Ins Leben gerufen wurde der “Rollator-Tag NRW” 2012 vom #Zukunftsnetz Mobilität NRW unter Federführung der beim #Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) angesiedelten Koordinierungsstelle Rhein-Ruhr sowie den drei regionalen Koordinierungsstellen Rheinland (VRS), Ostwestfalen-Lippe (KVG, mhv, nph, VVOWL) und Westfalen (WVG, Provinzial). Gemeinsam mit lokalen Partnern geben Verkehrsunternehmen Kunden und Interessierte praktische Hilfestellung zum Umgang mit Rollatoren in Bus und Bahn. Sie erfahren, wie sie sich an den Haltestellen und beim Ein- und Ausstieg richtig verhalten. So lautet ein Tipp beispielsweise, dass man hinten in den Bus einsteigen solle: Hier ist nicht nur mehr Platz zum Einsteigen, sondern die Abstellfläche für den Rollator befindet sich direkt gegenüber den Türen. Auch werden Hinweise dazu gegeben, was es während der Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu beachten gibt. Auf einem Parcours üben Rollator-Nutzer wie Hindernisse und Unebenheiten zu überwinden sind, wie man mit einem Rollator richtig geht, bremst und Kurven fährt. Mit einem kostenlosen Technik-Check kann der Rollator auf Funktionalität und Sicherheit überprüft werden. Je nach lokaler Verfügbarkeit sind weitere Informationsstände zum Thema Kriminalprävention, Seniorenarbeit oder Gesundheitstest vorhanden und runden das Angebot ab.

 

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