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Neu vom RDA: bus.de soll FlixBus im Anmietgeschäft Paroli bieten. Screenshot: RDA

Der RDA, der 1951 als Reise-Ring Deutscher Autobusunternehmungen e.V. gegründet wurde, ist der branchenübergeifende Interessens- und Serviceverband der Gruppen- und Bustouristik. Dem RDA gehören rund 3.000 Mitgliedsbetriebe an, sehr viele haben einen Omnibusbetrieb und damit eigene Omnibusse, mit denen sie Geld verdienen wollen. Um das auch zukünftig machen zu können, wird der RDA im Internet auf bus.de eine Vermittlung von Omnibussen für Gruppenfahrten anbieten, ganz im Sinne der Mitglieder. Denn bei vielen Betrieben wächst die Sorge, dass FlixBus bald auch das Geschäft mit Klassenfahrten, Vereins- und Schulausflügen beherrschen könnte. Noch ist dies in der Hand der Busbetriebe. Der eine oder andere Unternehmen wird dann vielleicht auch zukünftig noch den Bus stellen, wenn er ein FlixBus-Partner ist. Der Fernbus-Anbieter reicht den Auftrag aus dem Anmietgeschäft an einen der 150 mittelständischen Busbetriebe weiter, die für Flixbus als Subunternehmer tätig sind. Viele Busbetriebe sind verärgert, dass FlixBus in ihrem Revier wildert. FlixBus hat sich mit der mehr oder weniger aggressiven Expansion in der familiären Busbranche nicht allzu viele Freunde gemacht. Der RDA fürchtet man um die Zukunft vor allem kleinerer und mittlerer Unternehmen. „Die Bus-Pauschalreise könnte atomisiert werden“, warnt Dieter Gauf vom RDA. Mit dem hauseigenen Portal will der RDA nun die Mitglieder stützen: Unter bus.de können dann – ähnlich wie bei FlixBus – Anfragen für eine Gruppenreise eingegeben werden. Alle auf bus.de registrierten Omnibusbetriebe können dann Angebote abgeben. Anders als bei FlixBus bekommt der Interessent dann aber direkten Kontakt zum Unternehmer, der  die Fahrt anbietet. Einziger Wehrmutstropfen: Bis zu 48 Stunden haben die Unternehmen Zeit für ein Angebot, FlixBus hingegen rechnet sofort mit dem Abschicken der Anfrage das Angebot aus – mit dem Mausklick sozusagen. Anders als beim schnellen Klick bei FlixBus sieht der RDA für seine Mitglieder aber noch einen Vorteil: Es gebe eine Beratung und auf Wunsch auch die Absicherung durch einen Veranstalter. Bei einer Pauschalreise, wo andere Leistungen wie die Übernachtung mit gebucht werden, hätten die Teilnehmer zudem berechtigte Ansprüche auf Schadenausgleich bei schlechter Leistung des Anbieters, zum Beispiel bei großen Verspätungen wegen einer Bus-Panne, so der RDA.

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