Peter Stohler, Leiter der Grimmwelt, Bernd und Konstantin Frölich, Inhaber Fa. Frölich, und Geschäftsführer NVV Steffen Müller vor dem neuen Iveco Crossway LE. Foto: NVV

Nach der Angebotsoffensive für den ländlichen Raum, die mit einem Stundentakt für ganz Nordhessen verbunden ist, startet der NVV mit neuen Omnibussen eine umfangreiche Qualitätsoffensive. Dabei stehen Komfort und Gestaltung der Fahrzeuge im Fokus. Nach 25 Jahren erhalten die Busse im NVV eine neue Struktur im Innenraum, aber auch eine neu gestaltete Außenhaut. Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2020 werden im ersten Schritt ca. 60 dieser Fahrzeuge auf den NVV-Buslinien ab Kassel Richtung Naumburg, Schauenburg, Niestetal und Hann. Münden sowie rund um den Dreienberg und im Werratal des Landkreises Hersfeld-Rotenburg zu sehen sein. Der Prototyp ist bereits in Nordhessen und wird in den nächsten Wochen eingesetzt, um erste Erfahrungen mit Fahrgästen im Raum Kassel zu sammeln. Hintergrund für die Entscheidung sind die regelmäßig startenden Ausschreibungen für Busverkehrsdienstleistungen, die alle acht bis zehn Jahre anstehen. Innerhalb der Ausschreibungen legt der NVV den Fahrplan, die Linienwege und die Qualität der Busse in Abstimmung mit den jeweiligen Partnern fest. Dafür hat der NVV gemeinsam mit den lokalen Nahverkehrsgesellschaften in der Region entschieden, künftig bei allen Fahrzeugen auf eine Optik zu setzen, die harmonisch zur nordhessischen Hügellandschaft passt. In Kassel bleibt es beim traditionellen KVG-Blau für die städtischen Bussen und Trams. Neben der grün-weißen Farbgestaltung kommen dabei auch kleine Elemente wie illustrative Märchenfiguren zum Einsatz, die die Verbundenheit mit der Region unterstreichen und für eine gemeinsame Identität sorgen. Die Sitze, der Boden und der Himmel der Fahrzeuge sind farblich ruhig und elegant gehalten und lehnen sich wie auch die Außengestaltung an die NVV-Farbwelt an. Das Musterfahrzeug, ein Crossway LE von Iveco Bus, hat eine Länge von 12 Metern und bieten ca. 32 Sitz- und 40 Stehplätze. Dazu kommt viel Platz für Kinderwagen, Rollatoren, Rollstühle oder Fahrräder. Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören Klimaanlage, Barrierefreiheit, Abbiegeassistent, Kameraüberwachung, ABS-Systeme, Antischlupfregelung sowie zahlreiche weitergehende Sicherheitsmerkmale, Voraussetzung für WLAN-Verfügbarkeit und neueste Umweltstandards bei der Dieselantriebstechnik. Zur besseren Information der Fahrgäste bietet ein Fahrgastinformationssystem durch Bildschirme in den Bussen die Details des Linienverlaufs sowie Anschlussinformation. Eine entsprechende Innenraumgestaltung ermöglicht sehbehinderten Fahrgästen durch die kontrastreiche Gestaltung eine bessere Orientierung. Noch in Planung ist eine Infosäule mit integriertem Monitor, auf dem aktuelle Fahrgastinfos angeboten werden. Die Kosten für das Musterfahrzeug liegen bei ca. 250.000 Euro. Für NVV-Geschäftsführer Steffen Müller wird mit der äußeren Veränderung der Busse auch die innere, strategische Entwicklung im NVV deutlich: „Der Ausbau von attraktiven Verbindungen mit Bus & Bahn in Nordhessen ist das zentrale Ziel des NVV. Neben einem passenden Tarifsystem und vielfältigen digitale und analogen Informationswegen ist die Qualität der Fahrzeuge eine für den NVV wichtige Säule. Das neue Gestaltungskonzept für Busse im NVV ist besonders im Zusammenhang mit der “Offensive für den ländlichen Raum” zu sehen. Diese hat zum Ziel, dass jedes Dorf zu jeder Stunde in Nordhessen stündlich mit dem Bus angebunden ist. Das neue Gestaltungskonzept wird den Bussen im NVV ein neues Gesicht geben. Wir lösen das das bisherige Verkehrs-Rot ab und führen ein angenehmes Weiß in Kombination mit unseren NVV-Farben Blau und Grün ein. Insgesamt werden ca. 500 Busse unterschiedlicher Größe und Hersteller im NVV in den nächsten zehn Jahren im Rahmen der anstehenden Ausschreibungen den neuen Komfort und die veränderte Außengestaltung erhalten. (NVV/PM/Schreiber)

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