Proterra kündigt für den ZX5 eine Batteriekapazität von 738 kWh an. Foto: Proterra

2016 sorgte Proterra für Aufsehen, als der nordamerikanische Hersteller einen Elektrobus vorgestellt hat, der im Versuch mit den vorgegebenen Parametern 1.000 Kilometern fuhr. Wer den Elektrobus im Alltag einsetze, der könne immer noch mit mindestens 600 Kilomtern rechnen, so die Amerikaner vor mittlerweile sechs Jahren.

Raus aus dem Labor zeigte Proterra mit dem Elektrobus damals, dass eine Reichweite von 415 Kilometern im Alltag durchaus darstellbar ist. Die Amerikaner gaben aber zu, dass mit Blick auf die Reichweite des 12 Meter langen Busses, der 77 Passagiere befördern kann, das Gewicht des Energiespeichers das größte Problem darstelle.

Die Entwickler von Proterra haben die Batterien im unteren Bereich des Busses eingebaut, um einen optimalen Schwerpunkt zu bekommen. Die Karosserie des Elektrobusses ist aus Karbonfasern hergestellt worden, um gewicht zu sparen. Dadurch, dass der damlas als Catalyst E2 bezeichnete Elektrobus ganze 18 Stunden durchfahren kann, sei er für ÖPNV-Anbieter voll alltagstauglich, so die Verantwortlichen bei Proterra.

Proterra, einst als Start Up angetreten, entwickelt seit 2004 elektrische Busse. Während vor sechs Jahren das Thema Elektrobusse in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckte oder gar nicht existierte, verkaufte Proterra schon 62 Busse in Amerika – welche aber mit einer Reichweite von nur 235 Kilometern nicht wirklich attraktiv waren.

Es folgen stete Weiterentwicklungen, das Start Up ist mit Kapital ausgestattet an die Börse gegangen, namhafte Bushersteller kaufen die Batterien von Proterra zu, wie beispielsweise Daimler Buses, Isuzu und Van Hool zeigen. Nun hat Proterra für den hauseigenen Elektro-Linienbus ZX5 eine größere Batteriekapazität angekündigt.

Ab 2023 wird der Elektrobus mit bis zu 738 kWh Akkukapazität ausgerüstet werden. Damit sollen dann laut der Mitteilung der Amerikaner dann mehr als 300 Meilen (rund 480 Kilometer) Reichweite unter Alltagsbedingungen möglich sein – „je nach Streckenbedingungen, Konfiguration und Betrieb“. Proterra bleibt flexibel, der ZX5 ist auch weiterhin noch mit einer kleineren Batterie mit bis zu 492 kWh lieferbar. (Proterra/PM/Sr)

 

 

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