Am 20. Oktober 2020 um 12 Uhr fand die Online-Weltpremiere des Solaris Urbino 15 LE electric statt. Foto: Solaris

Javier Calleja, Geschäftsführer von Solaris, war persönlich zur Premiere des neuen Busses in Bolechowo erschienen. Foto: Screenshot omnibus.news

Eine Lagerhalle im Werk in Bolechowo wurde eigens zum Fernsehstudio umgebaut. Foto: Solaris

Mateusz Figaszewski moderierte souverän die Premiere des neuen Elektrobusses von Solaris. Foto: Screenshot omnibus.news

Live aus dem Werk im polnischen Bolechowo wurde die Premiere in alle Welt übertragen. Foto: Solaris

Die Corona-Pandemie hat die Hersteller im letzten Jahr gezwungen, ihre Fahrzeugvorstellungen neu zu überdenken. Das Virus bestimmte mit Herbstbeginn erneut das Geschehen, nicht nur in Deutschland stieg die Zahl der Infinzierten rasant. Als Solaris Anfang des Jahres 2020 die Premiere des neuen Urbino 15 LE electric plante, war Corona durchaus schon ein Thema. Die Polen waren aber anfangs zuversichtlich, planten die Vorstellung auf den Fachmessen in Berlin und Madrid, wie Mateusz Figaszewski, E-mobility Development and Market Intelligence Director bei Solaris, gegenüber omnibus.news erklärt. Und im April glaubte das Event-Team von Solaris dann immer noch ganz hoffnungsvoll, dass sich alles bald beruhigen würde. Im Mai und Juni habe man dann akzeptiert, so Figaszewski, dass die Pandemie auch in Europa den Alltag kräftig durcheinandergebracht habe und es so schnell nicht wieder normal werden würde. Eine kreative Idee, wie die geplante Vorstellung nun online organisiert werden konnte, musste her. Mateusz Figaszewski macht gegenüber omnibus.news deutlich, dass das die erste Online-Premiere eines Omnibusses von Solaris in der Firmengeschichte war. “Wenn wir uns mit vertrauten Angelegenheiten, Themen und Aufgaben befassen, die wir seit Jahren im Rahmen unserer täglichen Routine ausführen, weiß jedes Mitglied eines Teams oder einer Abteilung, was es zu tun hat, unsere Arbeit verläuft reibungslos und die Zeitpläne sind allgemein bekannt,” so Figaszewski weiter. Doch für die erste Online-Vorstelung musste ein neues Format konzipiert und gestaltet werden – einschließlich ganz neuer Aufgaben, die es so bisher eigentlich nicht gab.”Wir mussten zum ersten Mal ein Fernsehstudio haben”, erinnert sich Figaszewski. Es habe für ihn und das Team ganz neue Rollen gegeben, auch der Faktor Zeit war in diesem Zusammenhang nicht so richtig zu fassen. Um unter Berücksichtigung der Einschränkungen sowie der technischen Möglichkeiten und Grenzen die Premiere zu einem Erfolg zu machen, hätten alle Beteiligten “das Doppelte des Besten gegeben”, wie Mateusz Figaszewski voller Stolz sagt. Das Fernsehstudio wurde direkt im Werk im polnischen Bolechowo eingerichtet, ganz genau in einer Lagerhalle, die dafür eigens geräumt wurde, um Platz für das Studio samt der Technik zu schaffen. Alle möglichen Szenarien wurden bei der Planung berücksichtigt, nicht nur für das Team von Solaris, sondern auch für die externen Mitarbeiter, die sich alle äußerst flexibel zeigten. 35 Menschen waren daran beteiligt, das Fernsehstudio im Solaris-Werk herzurichten. Mehrere Tage war das Team damit beschäftigt, um alle für die Organisation der Veranstaltung erforderlichen Geräte sowie Technik zu installieren. Ein 200 m² großes LED-Display wurde dabei zuerst aufgebaut und eingerichtet, das dann als Hintergrund für den neuen Solaris Urbino 15 LE electric diente. Parallel wurden die Einspieler vorbereitet, Leitungen zu den zugeschalteten Redner eingerichtet, bis dann nach einer Woche die Vorstellung des neuen Überland-Elektrobusses live aus Polen in alle Welt übertragen werden konnte. Die Presseabteilung um Mateusz Figaszewski war an diesem Tag in die Lagerhalle umgezogen. “Ein kleiner Raum mit fünf Computern”, so Figaszewski, war sozusagen die Schaltzentrale zur Außenwelt, um live die Fragen zu beantworten, die im Chat parallel zur Premiere gestellt wurden. Pünktlich ging die vorbereitete Show on air, zu Beginn ließ Solaris den neuen Omnibus silhouettenhaft durch Europa fahren. Weniger ist mehr, so konzentriert sich der Zuschauer auch wirklich auf das Neue! Perfekt inszeniert und mit einem Strahlen im Gesicht lud Mateusz Figaszewski die aus der ganzen Welt online zugeklickten Gäste zur Premiere des 15m langen LowEntry-Elektrobusses der aktuellen Urbino-Baureihe ein. Perfekt inszeniert auch deshalb, weil er gleich zu Beginn die aus dem im Studio geparkten Bus aussteigenden (Fahr-)Gäste, Javier Calleja, Geschäftsführer von Solaris, sowie Petros Spinaris, verantwortlich für den Bereich Verkauf, After Sales und Marketing bei Solaris, zum Einhalten des Abstandes zueinander aufforderte. Nach einleitenden Worten und einem kurzen Interview gab es eine Live-Schalte nach Norwegen. Sverre Skaar, der die Geschicke von Solaris Norge AS leitet, musste die Frage von Mateusz Figaszewski beantworten, wer denn aus Norwegen nun die 12 Punkte bekommen würde. Der Norweger konterte ganz keck und sagte in Anlehung an den bekannte Eurovision-Song-Contest, dass Norwegen keine 12, sondern heute 15 Punkte für den Urbino 15 LE electric vergeben würde. Keine Frage, die ersten Kunden des für ganz Europa vorgesehenen langen wahlweise Stadt- oder Überland-Elektrobusses kommen aus Skandinavien, welche Bedeutung der neue Bus für Norwegen hat, erläuterte Sverre Skaar mit den Besonderheiten und Bedrüfnissen des ÖPNVs in Norwegen. Anschließend ging es wieder zurück ins Studio, Michal Pikula, der die Busentwicklung bei Solaris verantwortet erklärte das Laden und die verbauten Batterien. Sein Vortrag wurde ganz passend mit unterschiedlichen technischen Zeichnungen unterlegt, bevor dann Olga Janowska, die verantwortliche Produktentwicklerin, die Aspekte Sicherheit, Komfort und Design des neuen Urbino 15 LE electric erklärte. Auch hier gab es wieder entsprechende Bilder, in diesem Falle als Live-Bilder aus dem Fahrgastraum. Piotr Malaca, der das Entwicklungsteam des neuen Omnibusses leitete, erklärte die Verantwortung des Fahrers und einige der daraus resultierenden Einbauten, die Solaris dem Urbino 15 LE electric mit auf den Weg gegeben hat. Auch hier gab es wieder Live-Bilder direkt vom Bus, zunächst stand hier der Fahrerarbeitsplatz im Mittelpunkt. Petros Spinaris stellte dann die Kompetenz der Marke mit bisher über 1.000 Elektrobusse dar und stellte mit eSConnect ein digitales Instrument vor, mit dem die Ingenieure bei Solaris das Fahrzeug und den Kunden begleiten, um es Dank real-time tracking und monitoring stets bestmöglich im Einsatz betreuen zu können. Das Schlusswort hatte dann wieder Javier Calleja, der herausstellte, dass die Marke Solaris aktuell das wohl größte und umfassenste Elektrobus-Portfolio anbiete, vom kurzen 9m Bus bis zum 24m langen Doppel-Gelenkbus biete Solaris nun fünf Grundmodelle für alle Bedürfnisse. Dazu die passende Lade-Infrastruktur und ein Beratungsteam, mit dem die genauen Bedürfnisse der Kunden ermittelt werden können seien die besten Voraussetzungen, um weiterhin erfolgreich zu sein. Bevor ein die übliche Q&A-Runde im Live-Chat gab, zeigte Solaris ein computergenerierten Film, der die Gesprächsergebnisse der letzten halben Stunde gut zusammenfasste. Einziger Wermutstropfen: Die Fragen, die live seit Beginn der Premiere nach Anmeldung auf der Solaris-Website gestellt werden konnten, wurden nicht personalisiert, sondern pauschalisiert beantwortet – und die Fragen, die nicht beantwortet wurden, sollten im Nachgang per E-Mail beantwortet werden, wie Solaris versprach. Solaris hat es geschafft, einen neuen Omnibus online in Zeiten der Corona-Pandemie perfekt inszeniert vorzustellen und ihm mit den Gesprächs- und Interviewpartnern einen würdigen ersten Auftritt zu bereiten. Das ist ganz großes Kino! (omnibus.news/Schreiber)

Live aus Skandinavien in Bolechowo zugeschaltet: Sverre Skaar von Solaris Norge AS. Foto: Screenshot omnibus.news

Mit entsprechenden Einblendungen stellte Solaris die Neuheiten vor, hier zum Beispiel eSConnect (ein digitales Instrument, mit dem die Ingenieure bei Solaris das Fahrzeug und den Kunden begleiten). Foto: Screenshot omnibus.news

Olga Janowska, die verantwortliche Produktentwicklerin, stellte in der Expertenrunde die Aspekte Sicherheit, Komfort und Design vor. Foto: Screenshot omnibus.news

Parallel zum statischen Auftritt in der Lagerhalle hat es Solaris geschafft, mit Einspielfilmen den neuen Elektrobus ganz dynamisch wirken zu lassen. Foto: Screenshot omnibus.news

Javier Calleja, Geschäftsführer von Solaris, und Petros Spinaris, verantwortlich für den Bereich Verkauf, After Sales und Marketing bei Solaris, beantworteten im Studio in Bolechowo live die Fragen der Zuschauer, die Mateusz Figaszewski via Tablet auswählt. Foto: Screenshot omnibus.news

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