Das muss festgehalten werden: Lukas Kirchner, Unternehmer und Busfahrer, macht ein Selfie mit seiner Reisegruppen. Foto: Böhnke

Kamera läuft: Sascha Böhnke war für BUS TV mit an Bord der Premierenfahrt nach der Corona-Pause. Foto: Böhnke

Wer bis jetzt noch nicht den Youtube-Kanal BUS TV abonniert hat, der wird dies spätestens nach dem Betrachten des neuesten Film von Sascha Böhnke machen. Der Test- und Technikredakteur der Fachzeitschriften Omnibusrevue und Busfahrer ist nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich mit seinen bewegten Bildern ganz weit vorne: Diesmal saß er nämlich an Bord des ersten Reisebusses, der in Zeiten von Corona nach den Lockerungen die Premierenfahrt für die Busbranche unternahm. Lukas Kirchner fuhr mit 36 Fahrgästen Ende Juni von Thüringen nach Kroatien. Wie ist es, mit dem Bus im Sommer 2020 nach den vielen Verboten eine Urlaubsreise zu unternehmen? Sascha Böhnke wollte es für BUS TV wissen und war mit an Bord der Premienfahrt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Über eine satte Stunde gibt es alles Wissenswertes zum Wiederanlauf des Busreisens. Die Reise steht stellvertretend für die Hoffnung und den unbedingten Willen, mit Umsicht und Verstand einer Branche wieder Leben einzuhauchen. Sascha Böhnke zeigt die Arbeit von Unternehmer und Fahrer Lukas Kirchner, gibt Einblicke hinter die Kulissen, wie der Umgang mit den Hygieneregeln im Alltag aussieht und befriedigt mit schönen Bildern jede Menge Reiseträume. Istrien ist die größte Halbinsel an der nördlichen Adria und hat sich in den letzten Jahren als das Ziel vieler Urlauber entwickelt, die kristallklares Wasser, mediteranen Charme, freundliche Gastgeber und etwas Neues jenseites von Provence und Toskana suchen. Die “Nach-dem-Reisebusreisen-Verbot“-Reportage ist schon jetzt ein historisches Dokument, keine Frage. Zum Zeitpunkt der Reise waren auch viele kroatische Busunternehmer von der Krise betroffen, es fehlten auch in Istrien schlicht die Gäste. Das Fazit der Reise: Reisen mit eigener Verantwortung und guter Laune schließen sich nicht aus. Das machte auch das obligatorische Gruppenbild vor der traumhaften Kulisse der Stadt Rovinj deutlich: Ja, so ein Foto funktioniert auch mit Abstand, wenn Familien und Partner stehen zusammen, dazwischen auf Leerräume geachtet wird. Doch bis wir wieder zum Alltag zurückgekehrt sind, wird es noch dauern. Die Realität sind derzeit auf Istrien noch leere Strände, wirklich wenige Touristen, Bungalowparks, die geschlossen sind, Verleiher von Rädern, Liegen, Sportgeräten, die untätig herumsitzen, weil es keine Kunden, wie der Film deutlich macht. Lediglich in Porec direkt gibt es so etwas wie Normalität, wie Sascha Böhnke berichtet. Mit dem Bus durch Istrien, von Corona keine Spur. Zum wiederholten Male bedanken sich Schiffseigner und Restaurantbesitzer für den Besuch der Busgruppe – das ist zum Glück nicht nur der besonderen Situation geschuldet, sondern in Kroatien durchaus auch sonst üblich. Jetzt kommt das Dankeschön aber mehr denn je von Herzen, wenn der erste Bus nach dem Stillstand für Aufbruchstimmung sorgt. Keiner der Teilnehmer hat die Premierenfahrt bereut. Reisen mit dem Bus zählt zu den sichersten Möglichkeiten, seinen Urlaub zu genießen – gerade in dieser Zeit. Wenn man sieht, wie unglaublich voll die Autobahnen Richtung Süden sind, versteht man, welch unbändiger Wunsch nach Reisen in den Menschen steckt, wie Sascha Böhnke anmerkt. Die Busbranche hat die Möglichkeiten und die Chance, diese Reiselust in geordneten Bahnen (Bussen) zur Wirklichkeit werden zu lassen. (Böhnke/BusTV/Kirchner/Schreiber)

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