Van Hool feiert die Premiere der neuen A-Serie auf der European Mobility Expoin Paris. Foto: Van Hool

Auf der European Mobility Expo, der internationalen Fachmesse für den öffentlichen Nahverkehr in Paris, wird Van Hool gleich am ersten Tag (7.-9. Juni 2022) die neue A-Serie präsentieren. Die neue Baureihe wird ausschließlich mit emissionsfreien Antriebssystemen ausgestattet: batterie-elektrisch, Brennstoffzelle (Wasserstoff) und Trolley. Zum Start gibt es vier verschiedene Längen (12 m, 13 m, 18 m und 24 m) mit zwei bis fünf Fahrgasttüren.

Noch vor der offiziellen Vorstellung der neuen A-Serie konnte Van Hool insgesamt schon Bestellungen für insgesamt 162 Busse verbuchen. In Paris wird der A12 mit einem batterie-elektrischen Antrieb vorgestellt werden, wer die European Mobility Expo besucht, sollte am Stand von Van Hool in Halle 4, Stand H10, vorbeischauen! Die neue Elektrobus-Generation von Van Hool ist nach eigenen Angaben unterhalb der Busbahn Exquicity im Busportfolio platziert.

Optisch gelungen mit deutlicher Differenzierung zum BRT-Design der Bahn wird die neue Elektrobus-Baureihe nicht im Stammwerk in Belgien, welches mittlerweile mehr die Funktion des Kompetenz- und Entwicklungszentrums erfüllt, sondern im Werk der Belgier im nordmazedonischen Skopje gebaut werden. Es ist aber nicht augeschlossen, dass der neue Elektrobus auch in Koningshooikt gebaut werden wird.

Zum Produktionsstart 2022 wird zunächst der 12m-Solowagen als niederflurige Version und auch schon als LowEntry gefertigt, die Gelenbusversion und weitere Gefäßgrößen sollen ab 2023 folgen, wie Van Hool auf Nachfrage von omnibus.news erklärt. Wie bei einigen wenigen Wettbewerbern setzt Van Hool ausschließlich auf einen rein elektrischen Antrieb und meldet neben mehreren Aufträgen für batterieelektrische Fahrzeuge auch schon erste Verträge für Fahrzeuge mit einer Brennstoffzelle an Bord.

Die Brennstoffzellentechnik steuert wieder Ballard bei, es sei im Vergleich zu den bisher gelieferten Omnibussen der Belgier mit dieser Technik aber eine Weiterentwicklung, die u.a. keine Sicherungsmaßnahmen mehr gegen Frost benötige, wie Van Hool betont. Sämtliche Technik ist in dieser Ausführung auf dem Dach verbaut, so Van Hool. Zu den technischen Angaben, u.a. den Batterieleistungen und Antriebsmotor, äußerte sich Van Hool vor der Vorstellung nicht.

Dafür machte dies schon vor einiger Zeit der Batteriehersteller Akasol: Der teilte mit, dass der belgische Bushersteller Van Hool für den neuen Elektrobus die zweite Generation der Hochleistungs-Batteriesysteme des Typs AKASystem 15 OEM 50 PRC bestellt habe. Die Serienfertigung der Systeme startet soll im vierten Quartal 2021 in Akasols Produktionsstätte im südhessischen Langen starten. 

Van  Hool kündigte aber ein neu entwickeltes Thermomanagement an, das Energie spare und beispielsweise Abwärme nutze, um das Heizen des Fahrgastraumes sparsamer zu gestalten. Außerdem sei die Isolierung optimiert und zudem auch eine Doppelverglasung möglich, was sich noch einmal positiv auf das Isolieren auswirke – wie dies im Verhältnis zum Mehrgewicht stehe, wurde aber noch nicht im Detail kommuniziert.

Van Hool ist ein unabhängiges Familienunternehmen und Hersteller von Bussen, Reisebussen und Nutzfahrzeugen. Das 1947 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Koningshooikt (Belgien). Im Jahr 2022 wird das Unternehmen sein 75-jähriges Bestehen feiern. Der größte Teil der Produktion ist für Europa und Nordamerika bestimmt. Van Hool beschäftigt weltweit etwa 3.500 Mitarbeiter, die hauptsächlich in den Produktionsstätten in Koningshooikt (Belgien) und Skopje (Nordmazedonien) arbeiten. (VanHool/omnibus.news/Sr)

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