Eurbus setzt für einen Shuttledienst der ETH Zürich auf den eCitaro G. Foto: ETH/Cambensy

Der Mercedes-Benz eCitaro G ist in der Corporate Identity der ETH Zürich foliert. Foto: ETH/Cambensy

Eurobus ist das größte private Busunternehmen der Schweiz und nicht nur mit Reisebussen am Markt vertreten, sondern auch mit 170 Linienbussen. Im Fokus stehen nach eigenen Angaben der Schweizer dabei alternative Antriebskonzepte. Eurobus meldet vor diesem Hintergrund eine ganz besondere Premiere: Pünktlich zum Semesterginn und damit noch vor der offiziellen Vorstellung von Mercedes-Benz haben die Schweizer den ersten von drei eCitaro G von Mercedes-Benz in Dienst gestellt, die unter dem Namen ETH eLink als kostenloser Shuttle für die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich zum Einsatz kommen. Im Herbst sollen zwei weitere eCiatro G folgen. Rund 750.000 Fahrgäste sind jährlich mit dem Shuttle unterwegs. Und ab sofort erleben die Fahrgäste auf dem Weg vom Campus im Zentrum zur Lehranstalt am Hönggerberg etwas Spannendes: Statt Dieselbusse setzt Eurobus nun den eCitaro Gelenkbus samt Pantographen ein. Die Elektrobusse werden im Depot geladen und im Einsatz an der Haltestelle mit 300kW Leistung zwischengeladen. Beim Strom, der für den Betrieb der eCitaro G verwendet wird, handelt es sich nach Angaben der Eidgenossen ausschließlich um Schweizer Wasserstrom. Die notwendige Energie erhalten die Elektrobusse nicht nur beim Laden, sondern auch durch Energierückgewinnung beim Bremsen. Die vollelektrischen und 18,13 Meter langen Elektro-Gelenkbusse haben eine Batteriekapazität von 243 Kilowattstunden können nach Angaben von Eurobus rund 125 Kilometer fahren. Die bestellten eCitaro G verfügen über 131 Plätze (38 Sitz- und 93 Stehplätze sowie zwei Rollstuhlplätze). Studenten und Angehörige der ETH können schon während der Fahrt „forschen“, denn es gibt ein öffentliches WLAN und USB-Ladesteckdosen. Der eLink verkehrt mehrmals pro Stunde, Studierende und Angehörige der ETH können so zwischen den Standorten ohne Umsteigen pendeln. Die ersten Verbindungen am Morgen (ab 07.06 Uhr) sowie die letzten Fahrten am Abend (bis 18.54 Uhr) verkehren ab und bis zum Hauptbahnhof Zürich, um den Anschluss an Zugverbindungen zu ermöglichen. Die Abfahrtszeiten ändern sich im Zusammenhang mit der Einführung des Elektrobusses: Der eLink fährt nach Angaben von Eurobus im Zentrum und an der Haltestelle Haldenegg in Richtung Hönggerberg jeweils 4 Minuten früher ab, weil hier noch geladen wird. Eurobus hat sich für einen eCitaro G mit Pantographen entschieden, ganz im Sinne des Auftraggebers: Die Eidgenössische Technische Hochschule hatte sich entschieden, das eine u.a. auch technisch ausgerichtete Universität in Sachen Studentenbeförderung auf Neues setzen müsse. Die jährlichen Betriebskosten würden sich auf rund 900.000 Franken belaufen, das sei ähnlich viel wie der bisherige Betrieb mit Dieselbussen, so die Aussage seitens der ETH. Nachhaltigkeit ist für die Eidgenossen ein zentrales Anliegen, denn dies spiegele sich in Forschung, Lehre und auch auf dem ETH-Campus wider. (Eurobus/ETH/Mercedes-Benz/PM/Schreiber)

Mit an Bord des ETH eLink sind WLAN und USB-Ports. Foto: ETH/Cambensy

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