
Stefan Widlund, Leiter Elektromobilität bei Volvo Buses, verfügt über langjährige Erfahrung in der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen. Foto: VolvoBuses; Montage: omnibus.news
In einer kürzlich von Volvo Buses durchgeführten Umfrage unter Busunternehmen weltweit war die Botschaft eindeutig: Die Elektrifizierung von Reisebussen ist keine Zukunftsvision mehr – sie findet bereits statt, und die Politik muss nachziehen. „Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, im Bereich der Elektromobilität neue Wege zu beschreiten und so den nachhaltigen Personentransport auszubauen“, so Stefan Widlund, Leiter Elektromobilität bei Volvo Buses. Stefan Widlund verfügt über langjährige Erfahrung in der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen.
Die Umfrage, die mittels digitaler Interviews im September und Oktober 2025 mit über 75 Busunternehmen in Asien-Pazifik, Afrika, dem Nahen Osten und Europa durchgeführt wurde, lieferte Volvo Buses wertvolle Erkenntnisse über die Einstellung der Kunden zur Elektrifizierung und gab Aufschluss für die zukünftige Entwicklung. Der Wettlauf um die Elektromobilität hat bereits begonnen: Drei Prozent der befragten Unternehmen gaben an, ihre Transformation hin zur Elektromobilität bereits mit der Integration von Elektrobussen in ihre Flotten eingeleitet zu haben.
„Wir freuen uns, dass immer mehr Betreiber auf Elektrobusse umsteigen“, sagt Stefan Widlund, Elektromobilitätsdirektor von Volvo Buses. „Die Nachfrage nach Schnellladestationen für Elektrobusse und -Lkw wird deutlich steigen.“ „Besonders hervorzuheben ist der umfassende Durchbruch, den wir in den nächsten Jahren erwarten können, wenn ein Großteil der Busbetreiber mit der Umstellung beginnt und Elektrobusse zum Standard werden.“ 38 Prozent der Befragten gaben an, die Umstellung auf Elektromobilität innerhalb der nächsten ein bis fünf Jahre zu starten.
„Sobald dies geschieht, wird die Nachfrage nach Schnellladestationen für Elektrobusse und -Lkw deutlich steigen. Wir wissen, dass viele Betreiber sich bereits jetzt darüber Gedanken machen.“ Die Ladeinfrastruktur muss ausgebaut werden. 80 Prozent der befragten Betreiber sehen die unzureichende Ladeinfrastruktur entlang wichtiger Strecken und Sehenswürdigkeiten als Herausforderung. „Für eine erfolgreiche Transformation hin zur Elektromobilität sind politischer Wille und gemeinsame Initiativen mit der Branche unerlässlich, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur sicherzustellen.
Das ist keine Aufgabe für Einzelpersonen, sondern erfordert Partnerschaften“, so Stefan Widlund. Die Realität der Reichweite „Der Bedarf an Ladeinfrastruktur hängt eng mit der Reichweite zusammen. 73 Prozent der Betreiber sind der Ansicht, dass die Reichweite von Elektrobussen für längere Strecken nicht ausreicht. Ist diese Sorge berechtigt? „Natürlich kommt es auf die bedienten Strecken und die Lademöglichkeiten entlang der Route an. Unser BZR Electric bietet eine Reichweite von bis zu 700 km nach SORT-3-Standard.
Das entspricht einer Reichweite, die die meisten Betreiber an einem Tag nicht zurücklegen. Generell lautet die Antwort: Nein“, sagt Stefan Widlund. Komplettlösungen sind attraktiv Die Reichweite ist also für Busbetreiber beim Umstieg auf Elektromobilität wichtig, aber es kommt nicht nur auf die Fahrzeuge selbst an. „Wir wissen aus Erfahrung, dass Dienstleistungen, die den Alltag erleichtern und die Kosten besser planbar machen, für Busunternehmen eine große Hilfe sind. Dies gewinnt beim Übergang zu Elektrobussen noch mehr an Bedeutung. 49 Prozent der Betreiber suchen einen Partner, der Komplettlösungen und nicht nur Fahrzeuge anbietet.“
Umweltfaktoren treiben den Wandel weiterhin voran Was sind die treibenden Kräfte für Busunternehmen, den Wandel zu vollziehen? 46 Prozent der Betreiber nennen Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele als wichtige Motivatoren für die Elektromobilität, 45 Prozent nennen regulatorischen Druck und Umweltzonen. Volvo Buses hat sich verpflichtet, bis 2040 fossilfrei zu sein, und viele Betreiber verfolgen ähnlich ambitionierte Ziele. Die Elektrifizierung ist der Schlüssel, doch die Transformation darf nicht allein in der Verantwortung der Betreiber liegen, wenn die Emissionen flächendeckend reduziert werden sollen.
Gesetzgebung und Verordnungen müssen diesen Wandel unterstützen. Politische Initiativen sind erforderlich Volvo Buses und einige andere Hersteller bieten Produkte und Dienstleistungen an, die sofort bestellt werden können. Es wird erwartet, dass weitere Anbieter folgen werden, da über 40 Prozent der Betreiber den Umstieg vorbereiten oder bereits begonnen haben. „Jetzt brauchen wir politische Initiativen, die den Wandel der Busbranche in großem Umfang ermöglichen“, sagt Stefan Widlund. (VolvoBuses/PM/Sr)