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Der Setra Seida S 12 im Maßstab 1/43 aus der Hachette-Sammelserie. Foto: von Unen

Auf der IAA 1959 stellte Kässbohrer u.a. eine Neuheit vor, die für viel Aufsehen sorgte: Der S 12 als 11,9 m langer Reisbus mit einer Höhe von 3,2 m hatte das, was schon zuvor in Amerika als fortschrittlich galt: einen durchgehender Wagenboden. So konnten die Sitze – beliebig verstellbar – auf Schienen verbaut werden. Ihm folgte im Juli 1961 der S 14, der sich mit einem neu gestalteten Frontgrill und einer höher gezogenen Frontscheibe zeigte. Die schmalen Stege, die die Scheiben unterteilten, fielen fast gar nicht mehr auf. Auch bei IXO hat man für Hachette diese optische Veränderung im kleinen Maßstab detailliert nachvollzogen, der S 14 ist – wie die anderen Modellbusse der Sammelserie, sehr gut gelungen. Die steiler gestaltete Front- und Heckpartie gab dem Innenraum mehr Platz – das entsprach ganz und gar dem Ansinnen der Ingenieure, denn sie wollten die zulässige Höchstlänge von 12 Metern bestens ausnutzen – eine zusätzliche Sitzreihe war problemlos möglich. Die Sammelserie Autobus & Autocar du Monde von Hachette hat als 31. Modellbus einen Seida S 14 ausgeliefert, wie Konrad Pernetta vom Modellbusmarkt Oberammergau mitteilt. Optisch eindeutig als Kässbohrer bzw. Setra S 14 zu erkennen firmiert der Modellbus ganz vorbildgerecht als Seida S 14. Die Sociedad Española de Importación y Distribución de Automóviles (kurz Seida) war ein spanischer Pkw- und Lkw -Händler, der sich auch dem Karosseriebau widmete. Der erste Lizenzvertrag der Ulmer wurde 1962 mit Seida geschlossen, fortan wurden die Ulmer Omnibusse in Bilbao in Lizenz gebaut.Die spanischen Setra-Busse durften nur mit spanischen Aggregaten (Motoren und Achsen lieferte Pegaso) gebaut werden – das spanische Gesetz ließ keine andere Lösung zu. Dem S 12 folgte der S 14, der sich 1.004 Mal verkaufte – obwohl die Seida-Setra-Omnibusse vergleichsweise teuer waren, gab es viel Zuspruch für die Seida-Omnibusse.

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