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Volvo verbaut die vier Batterien beim neuen Elektrobus auf dem Dach.

Volvo verbaut die vier Batterien beim neuen Elektrobus auf dem Dach.

Blick in den Fahrgastraum: Rechts die beiden Türen zwischen den Achsen, vorne der zentrale Fahrerplatz.

Blick in den Fahrgastraum: Rechts die beiden Türen zwischen den Achsen, vorne der zentrale Fahrerplatz.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Volvo an einem reinen Elektrobus arbeitet. Die Schweden richten ihr Angebot auf Elektromobilität aus, Volvo hat frühzeitig das Potential eines nachhaltigen, leisen und attraktiven ÖPNV gesehen. Dies deckt sich mit einer Umfrage in der EU, bei der 40 Prozent der befragten ÖPNV-Betreiber, Behörden und Kommunen zukünftig auf Elektromobilität setzen wollen. Die Nachfrage nach dem 7900 Elekto-Hybrid, den Volvo nach dem Hybridbus ins Rennen schickte, war schon im Vorfeld groß: Göteborg, Stockholm, Hamburg, Luxemburg, Curitiba, Montreal und Edinburgh hatten Absichtserklärungen noch vor dem Bau des ersten Busses unterschrieben. Die Betreiber vertrauen Volvo, mit knapp 2.000 Hybridbussen gibt es ausreichend Erfahrungen, um einen alltagstauglichen Elektrobus auf die Räder zu stellen. Das Energiemanagement und die verfügbaren Kapazitäten stehen, jetzt wird die Peripherie erkundet. Mittlerweile denken die Schweden auch längst darüber nach, wie sich die Werkstattumgebung verändern wird, denn für die Wartung und Reparatur von Elektrobussen wird man umdenken müssen. Volvo lässt drei Versuchsträger bauen, die sich vom aktuellen 7900 Elektro-Hybridbus sichtbar unterscheiden wird. Anleihen finden sich hingegen beim Versuchsträger für das European Bus of the Future-Konzept: Von dem Fahrzeug übernimmt Volvo den Fahrerplatz, der beim Elektrobus in der Mitte zu finden ist. Damit umgeht Volvo das leidige Thema des niederflurigen Durchganges zwischen den Rädern der Vorderachse. Und auch die Anzahl sowie Anordnung der Türen sei inspirierend gewesen, heißt es aus Schweden. Ein erstes Foto des Innenraumes zeigt zwei vollbreite Türen zwischen den Achsen. Der Erlkönig-Foto in der Meldung vom 19. März lässt zudem einen Bus erkennen, der etwas kürzer ist als ein 12m-Linienbus. Zehn Meter und 70 Zentimeter soll der Elektrobus lang sein, neben Klappsitzen sind auch fest verbaute Sitzgelegenheiten an Bord, so erste Informationen aus Schweden. Die Klappsitze können zugunsten einer großen Stehfläche vom Fahrer verriegelt werden. Auch das ist kein Geheimnis, hier stand der EBSF-Bus Pate. Die Richtung der Schweden stimmt, in Zukunft fahren wir in der Stadt rein elektrisch. Es bleibt spannend, wann Wettbewerber etwas Vergleichbares präsentieren.

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