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MCV liefefrt 35 LowEntry-Busse mit wasserstoffelektrischen Antrieb an ÖBB-Postbus. Foto: MCV/Wagner

ÖBB Postbus meldet die derzeit größte Wasserstoffbusflotte in Österreich: Ab Juni verkehren 35 MCV C127 FC LE im Regionalverkehr. Zeitgleich mit der Auslieferung der Busse am 6. Mai 2026 wurde im Rahmen der Pressekonferenz auch die erste Wasserstoff-Betriebstankstelle in Betrieb genommen. Die Anschaffung der Busse sowie die Errichtung der Tankstelle wurden im Rahmen des Projekts „DeCarB – Decarbonising Carinthian Bus Transport“, einer Initiative des Landes Kärnten, ermöglicht. Das Projekt wird gemeinsam vom Land Kärnten und einem breiten Partnerkonsortium aus Verkehrsverbund Kärnten, Gutmann, Kelag sowie Postbus umgesetzt.

Ziel ist es, emissionsfreie Antriebstechnologien nachhaltig in den Regelbetrieb zu bringen – auch dort, wo lange Distanzen, topografische Herausforderungen und enge Umläufe den öffentlichen Nahverkehr prägen.
„Was wir hier gemeinsam in einer starken Allianz in Kärnten realisiert haben, ist weit mehr als ein einzelnes Flottenprojekt: Mit der Inbetriebnahme von 35 neuen Wasserstoffbussen zeigen wir, dass emissionsfreie Mobilität auch im Regionalverkehr bereit für den Alltag ist. Dieses Projekt ist ein wichtiger Meilenstein und wegweisend für künftige Vorhaben im öffentlichen Nahverkehr“, sagt ÖBB Postbus Vorstand Alfred Loidl.

Die Busse sind künftig auf Regional- und Überlandlinien unter anderem im Unteren Drautal, rund um den Faaker See und Ossiacher See, im Gegendtal, Rosental sowie im Raum Wernberg unterwegs. Mit bis zu 400 Kilometern pro Tankfüllung haben die Wasserstoffbusse eine deutlich größere Reichweite und sind ideal für lange Umläufe und anspruchsvolle Strecken im täglichen Linienbetrieb. „Wir freuen uns außerordentlich, dass unser wasserstoffelektrisches Konzept für den Linienverkehr in anspruchsvoller Geografie bei den Verantwortlichen der Österreichischen Postbus überzeugt hat,“ so Pierre Dellori, Geschäftsleitung der MCV Deutschland GmbH.

Der C127 FC LE von MCV vereine nach Angaben des Busherstellers die Vorteile des Low-Entry-Konzepts mit einem wasserstoffelektrischen Antrieb, der so im Markt für den Überlandverkehr neu sei. Ein kraftvoller Elektromotor sorge für ein ruhiges Fahrverhalten und zügiges Vorankommen im Überlandbereich mit entsprechenden Reserven am Berg. Dank einer vergleichsweise großen Batterie mit 117 kWh, einer Brennstoffzelle mit 100 kW Leistung und ca. 40 kg Wasserstoff erreiche der C127 FC LE in Punkto Reichweite neue Dimensionen.

Das Sitzlayout sei auf den Überlandverkehr optimiert und biete in der Ausführung für die Postbus 41 bequeme Fahrgastsitze und 27 Stehplätze. Wie bei den bekannten Niederflur-Varianten besteht auch beim C127 FC LE die Möglichkeit zur Nutzung von 275/70 R22,5 oder 295/80 R22,5 Reifen. Damit ist das LE-Fahrzeug perfekt für den Überlandlinienverkehr ausgelegt, vor allem da, wo der Einsatz einer elektrischen Ladeinfrastruktur schwierig umzusetzen ist oder sehr hohe Reichweiten in Kombination mit langen Einsatzzeiten und kurzen Standzeiten realisiert werden müssen. (MCV/PM/Sr)

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