Trolleymotion bietet eine Broschüre zum Stand der Dinge beim O-Bus zum Download an. Foto: Trolleymotion, Montage: omnibus.news

Der öffentliche Verkehr erlebt aufgrund der weltweiten Covid-19-Pandemie schwierige Zeiten. Die Angst vor Infektionen führt zu enorm sinkenden Fahrgastzahlen und einer eher verhaltenen Nutzung von U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen. Dies stellt den ÖPNV-Sektor vor große Herausforderungen. Einige befürchten, dass der individuelle Autoverkehr als großer Gewinner aus dieser Krise hervorgehen könnte.

Doch die Herausforderungen in dieser Krise können zu einer Chance werden, wie es seitens Trolleymotion heißt. Der öffentliche Sektor hat gezeigt, dass er in der Lage ist, seine Dienstleistungen als zuverlässiges und integratives nachhaltiges Verkehrsmittel aufrechtzuerhalten. Und um die Klimaschutzziele des Pariser Abkommens und der EU bis 2030 bzw. 2050 zu erreichen, muss der öffentliche Verkehr ein noch stärkeres Rückgrat für nachhaltige Mobilitätssysteme in unseren Städten und Regionen sein. Behörden und Mobilitätsplaner in unseren Städten müssen an ihren langfristigen Zielen für die Entwicklung nachhaltiger Mobilitätssysteme festhalten und die positiven Entwicklungen während der Krise, z.B. die zunehmende Nutzung von Fahrrädern, weiter stärken und durch ein modernes öffentliches nachhaltiges Verkehrssystem ergänzen.

Mit dem kommenden Jahrzehnt bis 2030 liefern uns die ehrgeizigen Ziele des Green Deal und die Umsetzung der Clean Vehicle Directive wichtige Push-Faktoren der Europäischen Kommission. Und wir freuen uns, dass der Obus/Trolleybus Teil dieser Bewegung sein wird, wie Dr. Wolfgang Backhaus als Präsident des Vereins Trolleymotion erklärt. Der gemeinnützige Verein engagiert sich international für die Erhaltung, den Auf- und Ausbau von elektrischen Stadtbus-Systemen sowie für die Weiterentwicklung des Trolley-Bus-Systems. Obusse gelten als saubere und emissionsfreie Fahrzeuge, wenn sie mit einer Batterie ausgestattet sind und somit „In -Moting-Charging“ (IMC) sind, so Trolleymotion.

Der gemeinnützige Verein hat in den letzten drei Jahren gemeinsam mit Partnern im Projekt trolley:2.0 Lösungen für energieeffiziente und smarte Obus-Systeme entwickelt. Nach eigenen Angaben habe man bewiesen, dass moderne Obus-Systeme ein so starkes Rückgrat aufbauen können, welches für emissionsfreie öffentliche Verkehrssysteme in europäischen Städten benötigt wird: Darunter Konzepte des In-Motion-Charging als zentrales Element eines intelligenten und nachhaltigen Trolley-Netzwerks und innovative Lösungen für eine gemeinsame und mehrzweckige Ladeinfrastruktur, Leichtbaukonstruktionen eines neuen Midi-Trolleybus-Typs, automatisierte Verkabelungstechnologie, Konzepte für die Integration erneuerbarer Energiequellen und Werkzeuge für fortschrittliche  Kosten-Nutzen-Analyse.

In der Broschüre zu den Endergebnissen, die kostenlos auf der Website des Vereins heruntergeladen werden kann, fasst Trolleymotion die Ergebnisse der Forschung und Demonstrationen zusammen und liefert die während der Projektlaufzeit gewonnenen Erkenntnisse zum Nachlesen. (Trolleymotion/PM/Sr)

 

 

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