Nr. 3 fährt: Die BVG testet nun einen Bus mit Erdgasnatrieb von Scania. Foto: BVG / Oehlrich

Nachdem die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bereits in den 90er Jahren Fahrzeuge mit Erdgasantrieb getestet hatten, läuft nun eine erneute Probephase. Hersteller von Erdgasbussen wurden bereits aufgerufen, sich für einen Probebetrieb in der Hauptstadt zu bewerben. Die verschiedenen Bus-Typen werden auf einer ausgewählten Linie in der Praxis getestet. Laut den Anforderungen der BVG-Ausschreibung sind ausschließlich Zwölf-Meter-Fahrzeuge vorgesehen, die solche Strecken fahren, auf denen weder Doppeldecker noch Gelenkbusse eingesetzt werden. Und die Busse sollen mindestens 500 Kilometer weit mit einer Tankfüllung kommen. Seit Mitte Februar testet die BVG nun auf der Linie 140 zwischen Ostbahnhof und Tempelhof Erdgasbusse verschiedener Hersteller. Damit will Deutschlands größtes Nahverkehrsunternehmen prüfen, inwieweit der Antrieb mit CNG-Technologie (Compressed Natural Gas) eine Brückentechnologie sein kann, bevor die Busflotte elektrifiziert wird. Zwei Fahrzeuge von Mercedes-Benz und MAN waren bereits für jeweils rund zwei Wochen im Test. Seit Ende März 2017 ist nun ein 12-Meter-Fahrzeug vom Typ Scania Citywide LF CNG im Einsatz. Der Bus ist eine Leihgabe der Schweizer BLT Baselland Transport AG. Getestet wird weiterhin montags bis freitags von 6 bis 20.30 Uhr. Im Anschluss folgt noch ein CNG-Bus von Solaris.

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