Neues aus Nürnberg ist in Kürze online. Foto: Kubath/Schaa, Grafik: omnibus.news

Das Paradies für Modellbus-Fans? Die Spielwarenmesse in Nürnberg könnte es sein. Leider kommen nur Händler und die Presse rein. omnibus.news war vor Ort und hat sich nach den Modellbus-Neuheiten 2017 umgesehen. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts hat sich in Nürnberg eine Spielzeugindustrie aufgebaut, die bis heute mit namhaften Marken und verschiedensten Produkten für leuchtende Augen und Herzklopfen sorgt. Und das nicht nur bei Kindern. Immer detaillierter wurden vor allem Modellfahrzeuge, um dem wachsenden Anspruch der Sammler gerecht zu werden. Aus Kostengründen wurde die Fertigung nach und nach aus der fränkischen Metropole in die Volksrepublik China verlagert. Und hier folgt die Produktion ganz anderen Spielregeln: Staatlich verordnete Lohnerhöhungen und steigende Rohstoffkosten lassen die Preise für Modelle immer weiter steigen. Zusammen mit den Transportkosten ist ein bezahlbares Ende in Sicht. Zusätzlich sorgt sich die Branche um die Produktionsstätten vor Ort, denn viele chinesische Produzenten haben vor diesem Hintergrund bereits Insolvenz angemeldet. Einige Hersteller reagierten kurzfristig und verlagerten die Produktion in andere Billig-Lohn-Länder oder, besonders erfreulich, auch wieder zurück nach Deutschland. Andere werden in China bleiben müssen und vor Ort nach Alternativen suchen. Der vermehrte Einsatz von Resin als Werkstoff scheint ein Weg aus der Krise sein und eröffnet auch einen ganz neuen Markt, Nischenmodelle sind nunmehr möglich. Bei einem Rundgang über die 68. Internationale Spielwarenmesse wird schnell klar: Trotz des Wandels in der chinesischen Spielzeugindustrie kann man sich über mangelnde Modellbus-Neuheiten nicht beklagen. Mehr dazu in Kürze im Messebericht auf omnibus.news.

 

 

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