Andre Schwämmlein, Flixbus-Chef. Foto: Flixbus

Nach ersten Lockerungen bei Reisebusfahrten meldet sich auch Flixbus zurück: Gut zwei Monaten Corona-Pause (seit dem 18. März standen die Flixbusse still) sollen die grünen Fernbusse von Donnerstag an wieder fahren. Zunächst seien knapp 50 Haltepunkte im Angebot, vor der Corona-Krise waren es zehnmal so viele gewesen. Angefahren werden neben Großstädten wie Berlin, Leipzig, Nürnberg, Hamburg, Frankfurt am Main und München auch kleinere Städte wie Bayreuth, Himmelkron, Titisee-Neustadt, Weimar und Wolpertshausen, wie Flixbus mitteilte. Zum Neustart hat das Team von Flixbus ein Hygienekonzept zu erarbeiten, das es Reisenden ermöglichen solle, auch in der aktuellen Situation sicher mit dem Fernbus zu fahren, wie Flixbus erklärt. Dazu zählt, dass die Busse nach jeder Fahrt desinfiziert werden und Fahrgäste während der gesamten Fahrt Mundschutz tragen. Während der Fahrt sitzt man allerdings weiterhin eng zusammen, einzelne Sitzplätze werden aber nicht gesperrt. In einem Interview in der Wirtschaftswoche vom 22. Mai äußerte sich Flixbus-Gründer und -Chef André Schwämmlein über die Rolle seiner Buspartner, staatliche Hilfe und die Pläne für die Weltexpansion. Bemerkenswert: Auf die die Frage, dass Geld für ein Start-up Ihrer Größe zuletzt kein Problem gewesen sei (Flixbus wird von internationalen Risikokapitalgebern wie Silver Lake und General Atlantic aus den USA, den Daimler Mobility Services und HV Holtzbrinck Ventures aus Deutschland finanziert) und die Erweiterung, ob  das Geld für weitere Expansion nun aufgebraucht wäre, sagt André Schwämmlein in der Wirtschaftswoche: “(…) Wir müssen nun vor allem unser Kerngeschäft in allen Märkten aufbauen – von Europa über die Türkei bis hin zu den USA. (…) Wir schauen erst, wie es in Europa läuft. An den grundsätzlichen Aussichten hat sich aber nichts geändert. Wir sind als globales Techunternehmen im Fernbusmarkt sehr gut aufgestellt.” Und auf die Frage, wie es um die Partner, die Busse und Fahrer stellen, steht, antwortet der Flixbus-Chef: “Zurzeit sind noch alle Buspartner an Bord. (…) Es ist gut, dass Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer 170 Millionen Euro Hilfe zugesagt hat. Ich bezweifle, dass das reichen wird. Fernbusse sind systemrelevant und sollten entsprechend unterstützt werden.” Weltweit beförderte Flixbus 2019 mehr als 62 Millionen Fahrgäste. In diesem Jahr sollte die Expansion vorallem im Ausland weitergehen. Nun geht es für den grünen Fernbusriesen aber erst einmal darum, wieder in Fahrt zu kommen. „Es fühlt sich ein bisschen an wie das Flixbus-Netz von 2013“, so Schwämmlein. (Flixbus/Wirtschaftswoche/DPA/PM/Schreiber)

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