Filip Van Hool kündigt einen neuen Bus und ein neues Werk an – beides in bzw. für die USA. Foto: Schreiber

Filip Van Hool will dem wachsenden Markt in den USA mit einer neuen Fabrik gerecht werden. Und für die USA plant der Belgier zudem noch eine neue Stadtbus-Baureihe. Filip Van Hool zeigt sich mehr als optimistisch, denn Van Hool besetze erfolgreich Nischen. Und in eben diesen Nischen sei noch Potential. Der nach wie vor unabhängige belgische Bushersteller ist also für die Zukunft gut aufgestellt. Neu und besonders für den deutschen Markt interessant sind die Aktivitäten im Bereich After-Sales und Service, denn Van Hool setzt ab sofort auf mehr Kundenähe: Europaweit gebe es Premium-Stützpunkte in jedem Land, die netzwerkartig auf weitere Servicepartner zugreifen würden. Und deren Ausbau werde weiter fortgesetzt werden und solle zusammen mit dem Akademie-Gedanken sowie der Schulung von Mitarbeiter der Werkstätten der Partner dazu führen, den Martkanteil der Van Hool-Omnibusse weiter zu erhöhen. Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, erhält auch das Thema Telematik Einzug in die belgischen Busse. Nach dem Start in den USA folge zeitnah die Implementierung für den europäischen Markt, auch hier wird Van Hool das System von DAF Telematics für das Flottenmanagement anbieten, wie Filip Van Hool gegenüber der omnibus.news erklärte. Mit Blick auf die Geschäfte in den USA merkt der Van Hool-Chef an, dass die „Buy American Act“-Regelung der Grund für den Bau einer Fabrik in den USA gewesen sei. Der US-Markt mit allen Vorgaben und Gesetzen sei ein Nischenmarkt, den Van Hool mit seiner Philosophie erfolgreich besetzen könne. Und als unabhängiger Bushersteller werde die neue Fabrik in den USA auch ohne Beteiligung eines Partners irgendeiner Art entstehen. “Van Hool ist und bleibt unabhängig, versprochen,” so Filip Van Hool. Die neue fabrik in den USA werde als Abbild der Fabrik in Mazedonien entstehen. Sie entsteht im Bundesstaat Tennessee, der für Automobiles ein Investorenprogramm aufgelegt hat. Und weil der Busmarkt der USA so ein ganz besonderer sei, will Filip Van Hool hierfür auch einen ganz neuen Linienbus entwickeln, der optisch und technisch den Bedürfnissen des amerikanischen Marktes gerecht werde. Es wird ihn mit klassischem Dieselmotor, Gasantrieb und als Hybrid sowie Elektrobus geben. Und auch für Europa soll es einen Linienbus geben, doch zunächst konzentrieren sich die Belgier auf die neue Fabrik und den neuen Bus für die USA. (Sr)

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