Der Karton enthält alle Steine für den kleinen Elektrobus, die Anleitung gibt es digital. Foto: Schreiber

Fertig! So sieht der kleine Škoda E’City 12 aus. Foto: Schreiber

Ende 2021 hat Škoda auf der Messe CzechBus den E’City vorgestellt. Mit dem Fahrzeug biete man jetzt einen Elektrobus an, der die Vorteile von „traditionellen Trolleybussen und modernen Elektrobussen“ vereine, so der Hersteller bei der Premiere in Prag. Zur InnoTrans gelang wieder so eine Kombination, wenngleich diesmal nicht ganz so groß und aufwendig.

Die Prager Verkehrsbetriebe (DPP) waren das erste Unternehmen, das 14 Fahrzeuge des neuen E’City12 bestellt hat. „Dies ist die erste Lieferung von Elektrobussen, die wir in Zusammenarbeit mit unserer Schwesterfirma Temsa, die in diesem Fall unser Unterauftragnehmer war, realisieren“, sagte Zdenek Majer, Senior Vice President für den Vertrieb der Skoda Transportation Gruppe, bei der Vorstellung des Busses.

„So wurde die Karosserie in der Türkei nach unseren Vorgaben gefertigt. Dazu kam das Beste aus unserer Produktion – die komplette elektrische Ausrüstung einschließlich Batterien und Stromabnehmer – die gesamte Montage und die komplette Prüfung des Wagens wurde in unserem Werk in Pilsen durchgeführt.“ Škoda hat den E’City um einen FCEV und Trolley ergänzt, die Kooperation mit den türkischen Partnern klappt reibungslos.

Ausgewählte Messebesucher erhielten am Stand von Škoda Transportation auf der InnoTrans einen schmucken blauen Karton, der mit bunten Noppensteinen gefüllt war. Vorbild des Modellbusses ist der E’City12 als zwölf Meter langer Bus in der Ausführung Prag, wie die Farbwahl der Noppensteine verrät. 

Die Ladeleistung betrage bis zu 150 kW, die Aufladung erfolgt über einen am Fahrzeug montierten zweipoligen Stromabnehmer sowie ein bordeigenes, galvanisch getrenntes Ladegerät direkt aus dem 600 V/750 V Gleichstromnetz. Es besteht auch die Möglichkeit, das Plug-in-Laden über Nacht an einer Steckdose im Depot zu nutzen.

In der Praxis bedeute dies, dass die Antriebsbatterie tagsüber, wenn das Fahrzeug in Betrieb ist, immer wieder über einen Stromabnehmer aus der bestehenden Infrastruktur der Straßenbahn oder der für die Zukunft geplanten Oberleitungsbuslinien aufgeladen werden kann.

Der Ladevorgang im laufenden Betrieb dauere an der Endhaltestelle nach Angaben des Herstellers rund 15 bis 30 Minuten. Dadurch werde ein Teil der gesamten Batteriekapazität wieder aufgefüllt und der Elektrobus könne weiter auf der Linie fahren. Zum Einsatz kommen kleinere Lithium-Ionen-Batterien, wie man seitens Škoda bei der Premiere erklärte.

Die garantierte Batterie-Reichweite liege bei „mehr als 100 Kilometern während der gesamten Lebensdauer der Batterie“, so Škoda. Der E’City ist 12 Meter lang, 2,55 Meter breit und 3,3 Meter hoch. Der niederflurige Elektrobus hat einen Radstand von 5,8 Metern. Die Motorleistung (hauseigenes Fabrikat) gibt der Hersteller mit 160 kW an, die Höchstgeschwindigkeit betrage 80 km/h.

Zur Ausstattung gehören unter anderem eine elektrische Klimaanlage und Heizung, eine geschlossene Fahrerkabine sowie ein modernes Fahrgast-Informationssystem, ein Kamerasystem zur Überwachung des Innenraums und eine automatische Fahrgastzählung.

Der kleine E’City misst gut 12 cm und muss aus insgesamt 147 Noppensteinen zusammengesetzt werden, mit der entsprechend detaillierten Bauanleitung schnell erledigt ist. Was vor fast 100 Jahren als simpler Plastikspielzeugbaustein in Dänemark begann, gehört heutzutage zur Standardausstattung vieler Spielzimmer. Und Dank Škoda in die im wahrsten Sinne spannende Welt der Omnibusse!  (Škoda/omnibus.news/Sr)

Die Anleitung mit kleinsten Schritten gibt es online. Foto: Škoda/Screenshot Schreiber

Vorbild des Modellbusses ist der Škoda E’City 12 für Prag. Foto: Škoda

 

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