NeoScale hat den Büssing D38 in Resin im Maßstab 1/43 aufgelegt. Foto: Fischle

Berlin ohne Doppeldecker? Undenkbar… Von Anfang an haben die heute gelben Riesen die Städt geprägt. Mit einem Büssing D38 erinnert NeoScale jetzt im Maßstab 1/43 an diese Tradition. In den Jahren 1938 und 1940 beschafften die Berliner Verkehrsbetriebe die mit D38 bezeichneten Linienbusse bei den damals führenden Herstellern: Büssing baute die Wagen 286-375, Henschel die Wagen 390-399 und Daimler-Benz die Wagen 501-600. Das Gerippe des Unterdecks wurde bei diesen Doppeldeckern als geschweißte Stahlkonstruktion ausgeführt, ein Teil dieser Busse erhielt im Oberdeck eine genietete Stahlkonstruktion. Die nach 1936 in Dienst gestellten Fahrzeuge hatten dann wieder ein geschweißtes Gerippe für das Unterdeck und erhielten für das Oberdeck wieder die Holzspantenbauweise. Die Doppeldecker von Büssing und Henschel wurden mit einem 145 PS Diesel-Motor ausgestattet, der von Daimler-Benz mit 140 PS. Im Innern gab es aber keine Unterschiede: Im Oberdeck boten alle drei Herstellern 32 Sitzplätze, im Unterdeck 28 zuzüglich der 14 Stehplätze auf der Plattform sowie 10 im Fahrgastraum. Viele dieser Doppeldecker wurden von der Wermacht beschlagnahmt, die letzten Fahrzeuge fuhren bis in die Mitte der 50er Jahre. Als letztes Fahrzeug wurde der Wagen 334 im Jahr 1958 ausgemustert. Viele Doppeldecker wurden in anderen Städten der  ehemaligen DDR aber noch weiter eingesetzt, so wie in Dessau, wo der D38 noch viele Jahre im Einsatz war. NeoScale hat für aus Resin gefertigte Modell des D38 einen Büssing als Vorbild ausgewählt. Der Wagen 307 ist auf der Linie A16 mit Ziel Breitenbachplatz unterwegs und zur Zeit im Onlineshop von MF-Modellbau erhältlich.

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