Märklin zeigte in Nürnberg ein erste Muster des geplanten Doppeldeckers. Foto: Schaa

In der Meldung “Nur für Insider” vom 24. Januar war es schon zu lesen: Märklin kündigt ein ganz besonderes Modellbus-Projekt an. Jetzt gibt es das entsprechende Foto von der Messe, vielen Dank an Eberhard Schaa und Robert Kubath! Schon lange habe es Pläne für diesen Modellbus gegeben, rund 80 Jahren sollen sie in der Schublade der Gebr. Märklin & Cie. GmbH geschlummert haben. Und weil das Unternehmen unter dem Dach von Simba Dickie und der Leitung von Michael Sieber traditionsbewusst mit dem Erbe umgeht, solle die Umsetzung exakt dem historischen Muster folgen, wie in Nürnberg zu hören war. So, wie man vor 80 Jahren die Miniatur plante und realisieren wollte, so soll es 2018 nun endlich geschehen: Der Aufbau des Modellbusses wird Metall-Druckguss gefertigt, der Boden aus Stahlblech geprägt. Dazu gibt es Metallräder, die als Drehteile mit Gummibereifung die Miniatur rollfähig machen. Der Kühlergrill, die Scheinwerfer, die Rücklichter und weitere Details werden farblich abgesetzt. Zum Lieferumfang des 16,5 cm langen Modellbusses gehört noch ein entsprechendes Zertifikat – natürlich auch eine schmucke Verpackung, keine Frage. Bei der Gestaltung der Karosserie hätten sich die Formenbauer seinerzeit wohl an den Omnibussen orientiert, wie sie im Raum Berlin zu finden waren. Der DO36 könnte ein Vorbild gewesen sein, Büssing, Daimler und Henschel lieferten 1939 je einen Prototypen mit baugleichem Wagenkasten. 100 Doppeldecker sollten nach Berlin geliefert werden, der Kriegsausbruch verhinderte dies jedoch. Auch überschaubar wird die Auflage sein, die Märklin in einer einmaligen Serie nur für die Händler-Initiative (MHI) fertigt. Und beim Märklin-Händler können nur Mitglieder des Märklin-Insider-Clubs bestellen…

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