Neue Farbvariante eines bekannten Modellbusses: IXO legt den Büssing Senator im Maßstab 1/43 noch einmal auf. Foto: Hämel

In Nürnberg zeigte Premium Collectibles, dass die größtenteils für Kioskserien unter der Marke IXO hergestellten Miniaturen auch als Sammlermodell in den Handel kommen können. Als Beispiel stand eine neue Dekorationsvariante des Büssing Senators in der Vitrine – vielen Dank an Georg Hämel vom Modellauto-Blog auto & modell. In der französischen Kiosk-Serie Autobus et Autocars du Monde des Hachette Verlags, für die IXO alle Modellbusse fertigt, scheint es kein Ende zu geben: Mittlerweile sind die angekündigten 60 Modellbusse lange schon erschienen, die Franzosen planten weiter bis zum 80. Modellbus – und jetzt werden es über 100, wie in Nürnberg zu hören war! Und nicht nur der Büssing Senator 12D ist beim Modellbusmarkt in Oberammergau im Onlineshop erhältlich, sondern auch der von vielen Oldtimertreffen bekannte 5000 TU. Das 72. Modell der Sammelserie hat als Vorbild einen typischen Vertreter des deutschen Omnibusbaus: Büssing war nach dem Krieg der erste Großserienhersteller, der voll auf die Bauweise mit mittig verbauten Unterflurmotor setzte. Das Vorbildfahrzeug, das 1951 mit einer Kässbohrer-Karosserie ausgeliefert und später von Mauersberger in Hüttengrund, Erzgebirge, erworben wurde, war im Werksverkehr für das Motorradwerk Zschopau (MZ) unterwegs. Als unter Erich Honecker in der DDR die Verstaatlichung aller Privatbetriebe vorangetrieben wurde, kam der Büssing zum VEB Kraftverkehr, wo er einer Generalüberholung unterzogen wurde. Mangels Verfügbarkeit von Original-Ersatzteilen wurden die 2-teiligen Schiebefenster durch einteilige Seitenscheiben ersetzt. Die ursprüngliche Front- und Heckpartie von Kässbohrer blieb aber erhalten. Nach der Wende wurde der Büssing dann vom BVO Verkehrsbetrieb Erzgebirge GmbH gerettet und als Oldtimer in den BVO Bestand übernommen.

Neu in der französischen Sammelserie: Der Büssing 5000 TU mit Kässbohrer-Aufbau im Maßstab 1/43. Foto: van Unen

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