Das neue Modul von Akasol entspricht mit seinen kompakten Maßen dem PHEV2 Modul-Format und kann in die Systemumgebung dieses Standards verbaut werden. Foto: Akasol

Auf der Battery Show Europe 2019 in Stuttgart präsentiert Akasol das Portfolio an neuen Lösungen: Das zukünftige Flaggschiff des Unternehmens ist dabei die neue Hochenergiebatterie AKASystem AKM CYC, deren Batteriemodul und -system sich nun in Serienentwicklung befinden. Das im System verbaute AKAModule CYC erreicht dabei eine Energiedichte von 221 Wh/kg und ist damit führend auf dem Gebiet flüssiggekühlter Batteriemodule. Die Module sind skalierbar und können auf Systemebene in verschiedene Systemdesigns integriert werden. Diese ermöglichen lange Reichweiten für Nutzfahrzeuge wie Überland-Busse, Stadtbusse oder schwere LKWs bei gleichzeitig hoher Lebensdauer. Als Beispiel wurde am Messestand ein 40-kWh-Batteriesystem Typ AKASYSTEM 15 AKM 60 CYC präsentiert. Das neue Modul entspricht mit seinen kompakten Maßen dem PHEV2 Modul-Format und kann in die Systemumgebung dieses Standards verbaut werden. Trotz der sehr hohen Energiedichte (221 Wh/kg) bietet das 2,66 kWh-Batteriemodul eine Leistungsdichte von bis zu 433 W/kg und eine im Vergleich zu anderen Hochenergie-Lösungen hohe Zyklenfestigkeit (1.500 bis 3.000 nutzbare Zyklen). Das neue Batteriemodul kommt ab Ende 2018 erstmals in Kundenapplikationen in der Erprobung zum Einsatz. Anschließend wird die Serienfertigung realisiert. Sowohl die schon angebotenen Hochleistungs-Batteriesysteme mit prismatischen Zellen wie auch die neuen Hochenergie-Batteriesysteme verfügen über eine standardisierte Flüssigkühlung, die ohne exotische Kühlmittel auskommt. Akasol arbeitet mit einem regulären Wasser-Glykol-Gemisch, das weltweit in der Automobilindustrie in zahlreichen Anwendungen wie z.B. zur Motorkühlung genutzt wird. Entsprechende Komponenten zur Aufbewahrung und Zirkulation des Kühlmediums müssen daher nicht aufwändig in die Fahrzeugarchitektur integriert und validiert werden. Akasol setzt weiter auf das Baukastenprinzip und bietet Nutzfahrzeugherstellern und anderen Anwendern große Flexibilität: So zeigt das Unternehmen am Stand B386 drei beispielhafte Lithium-Ionen-Batteriesysteme, die identische Abmessungen haben (700 x 150 x 1700) und jeweils 15 Batteriemodule mit unterschiedlicher Zelltechnologie im PHEV2-Modulformat beinhalten. Bei Änderungen der Anforderungen an Leistung, Energie oder Zyklenfestigkeit ist sogar ein späterer Austausch denkbar. Erste Generation des Hochleistungs-Batteriesystems, das in ähnlicher Ausführung im vollelektrischen Elektrobus Citaro zum Einsatz kommt und in Langen in Serie gefertigt wird. Ausgestattet mit PHEV2-Batteriemodulen mit hoher Leistungsdichte (bis zu 870 W/kg) auf Basis prismatischer Lithium-Ionen-Zellen verbindet das Batteriesystem hohe Zyklenfestigkeit (bis zu 3.000 Zyklen) mit Leistungsfähigkeit in Nutzfahrzeugen. Dieses Hochleistungs-Batteriesystem nutzt die nächste Generation der Hochleistungs-Batteriemodule mit hoher Leistungsdichte (bis zu 833 W/kg) und erheblich größerer Energiedichte (ca. 183 Wh/kg) auf Basis prismatischer Lithium-Ionen-Zellen. Die Reichweite entsprechender Elektrofahrzeuge verlängert sich dadurch um 35 Prozent im gleichen Bauraum wie das aktuell verfügbare System, ohne dass sich die Lebensdauer reduziert (bis zu 3.000 Zyklen). Das Batteriepack ist ab Ende 2019 für die Serienfertigung vorgesehen. Das Hochenergie-Batteriesystem mit 40 Kilowattstunden nutzt die neuen Rundzellen-Batteriemodule mit sehr hoher Energiedichte (ca. 221 Wh/kg, bei maximaler Leistungsdichte von bis zu 433 W/kg). Es ist robust, frei skalierbar und zeichnet sich durch geringere Anschaffungskosten pro kWh aus. Damit kann die Fahrzeugreichweite im Vergleich zu der aktuell produzierten Technologie um über 60% gesteigert werden. Diese Technologie ist daher für den Langstreckenverkehr – etwa für Stadtbusse mit Overnight-Charge Infrastruktur, Reisebusse und schwere LKWs – konzipiert. Stephen Raiser, Mit-Gründer und Entwicklungsleiter von Akasol: “Mit dem neuen Rundzellen-Batteriemodul geben wir Bussen oder Trucks die notwendige Ausdauer, um im täglichen Einsatz über weite Strecken bestehen zu können. Durch die erheblich gesteigerte Reichweite der Fahrzeuge werden auch die Anforderungen an eine Ladeinfrastruktur in vielen Anwendungen entscheidend verringert. Dass die Nachfrage bei unseren Kunden steigt, zeigt, wie dynamisch sich der Markt entwickelt und wie unterschiedlich die Anforderungen an Batteriesysteme für Nutzfahrzeuge sind. Mit unserer langjährigen Erfahrung sind wir gerne der Partner, um individuelle Lösungen zu realisieren.” Nach der Premiere im Rahmen der Battery Show Europe stehen die beiden Batteriesysteme AKASYSTEM 15 OEM 50 PRC und AKASYSTEM 15 AKM 60 CYC ab Ende des Jahres für Musteranwendungen zur Verfügung. Die Serienfertigung ist in der Folge geplant.

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