Analyse Fernbusmarkt

Iges hat erneut den Fernbusmarkt analysiert, Tendenz: Leicht fallend. Grafik: Iges

Die Bahn fährt vor: Der Fernbusmarkt ist im ersten Halbjahr 2016 etwas geschrumpft, wie aus Marktforschungsinstituts Iges hervorgeht. Nicht nur die Zahl der Fahrten, sondern auch die der Linien sank. Das ist aber relativ, denn im Vergleich zum letzten Jahr sind die Zahlen insgesamt noch deutlich über denen des Vorjahres. Die Deutsche Bahn hingegen meldet eine stärkere Auslastung der Fernverkehrszüge, allen voran der ICE. Die Deutsche Bahn ist aber auch im Fernbusmarkt aktiv: Das Tochterunternehmen Berlinlinienbus ist laut Iges mit 13 Prozent der Fahrplankilometer zur Nummer Zwei hinter Marktführer Flixbus mit 68 Prozent aufgestiegen. „Der Rückgang bei Linien und Fahrten zeigt den Einfluss des Preiskampfes zwischen digitalen Mitfahrzentralen, Fluggesellschaften und der Deutschen Bahn auf den Fernbusmarkt“, erklärte Matthias Schröter, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) in diesem Zusammenhang. Schröter kritisierte, dass einige Städte die Haltestellen für Fernbusse aus dem Zentrum an die Peripherie verlegen würden. Auch Gebühren an den Haltestellen und die Diskussion über eine Maut schadeten dem Fernbusmarkt sowie Wettbewerb.

 

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