Neues vom E-Bus-Markt meldet PWC im E-Bus-Radar. Grafi: PWC

Die Anzahl von Elektrobussen in deutschen Städten ist um mehr als ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. 38 Prozent mehr E-Busse sind unterwegs, bei batterieelektrischen Bussen legten die Zulassungszahlen um 56 Prozent zu, wie dem aktuellen E-Bus-Radar der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft Pricewaterhousecoopers (PWC) hervor. Die absoluten Zulassungszahlen für Deutschland sind jedoch im Vergleich zu anderen Nationen durchaus eher als bescheiden zu bezeichnen: So ist die Zahl der elektrifizierten Busse seit der letzten Erhebung 2018 auf 838 gestiegen, davon haben 593 Hybridantriebe und 245 einen reinen Elektroantrieb. Von den batteriebetriebenen Bussen sind derzeit 154 auf den deutschen Straßen unterwegs. ÖPNV-spezifische Gründe für den Rückstand zu den EU-Forderungen sind laut PWC Probleme der Unternehmen, die Elektrifizierung der Busflotten finanziell zuverlässig zu planen und umzusetzen. Schließlich seien E-Busse immer noch etwa doppelt so teuer wie Dieselmodelle. Hinzu kommen hohe Infrastrukturinvestitionen – trotz staatlicher Förderungen. Optimistisch stimmt hingegen die Zahl der geplanten Anschaffungen, die sich auf 4.600 Stück belaufen, so PWC. Die Gesamtheit der städtischen Zukunftsplanungen signalisiere, dass die E-Bus-Zahlen deutlich steigen werden: Für die kommenden fünf Jahre planen die Kommunen die Anschaffung von mehr als 2.255 E-Bussen, davon 83 mit Brennstoffzellenantrieb. Insgesamt liegen die öffentlich bekannten Planungen derzeit bei 4.636 anzuschaffenden, elektrisch angetriebenen Bussen. Damit die Mobilitätswende in Deutschland gelingt, sei ein weiterer Ausbau des ÖPNV und die Umstellung auf emissionsfrei betriebene Busflotten von zentraler Bedeutung, fordern die Autoren des E-Bus-Radars. Und hier stellen sie kaum Bewegung fest: “Der politische Druck, insbesondere von der Europäischen Union, spiegelt sich bisher kaum in den Ist-Zahlen wider”, so die Berater von PWC.

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