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Neu am Standort in Ulm: Das Auslieferungszentrum. Foto: Iveco

Wer hätte das gedacht: Nach der Schließung der Lkw-Produktion in Ulm vor fünf Jahren lässt Iveco den Standort Ulm noch einmal mit Blick auf den Bus aufblühen: Im Werk Donautal ist ein sehenswertes Auslieferungszentrum für Omnibusse und natürlich auch Lastwagen eröffnet worden. Dazu kam am der Chef des zu CNH Industrial gehörenden Nutzfahrzeugherstellers Pierre Lahutte nach Ulm. Lahutte machte deutlich, dass die vor 100 Jahren begonnene Tradition der Magirus-Lastwagen immer noch lebt. So befinde sich die Produktentwicklung für Lastkraftwagen mit rund 350 Mitarbeitern nach wie vor an dem 1973 gegründeten Standort im Ulmer Industriegebiet Donautal. Außerdem sei ja noch die Versuchsabteilung mit eigener Teststrecke vor Ort. Nun hat Iveco über drei Millionen Euro in das in das Zentrum investiert, in dem sich auch ein Designcenter für die Ausstattung von Bussen befindet. Das Konzept unterscheidet sich aber auch in einem wesentlichen Punkt von anderen Einrichtungen dieser Art. In einer Abteilung des „Iveco Customer Centers“ ICC werden Fahrzeuge auf besondere Kundenanforderungen hin in Werksqualität adaptiert. Die Abteilung mit insgesamt fast 90 Mitarbeitern modifiziert jährlich ca. 1.800 Fahrzeuge, davon 25% Sonderfahrzeuge z.B. für die Bundeswehr oder die Schweizer Armee. Neu hinzukommen werden jetzt 220 Busse pro Jahr. Überwiegend die äußerst erfolgreiche „Crossway“ Baureihe, von der DB Regio als größter Busbetreiber in Europa bisher über 800 Einheiten in drei Jahren übernommen hat. Die ursprüngliche Idee war es, die Auslieferungen von DB Bussen zu zentralisieren und die Busse in einem angemessenen Rahmen zu übergeben. Nach der Adaption an nationale Vorschriften und Kundenanforderungen wird das Fahrzeug mit seinem ganzen Funktionsumfang und der Bedienung erklärt. Dieses Konzept wurde im Iveco Kunden Center jetzt auf alle – meist schweren – Fahrzeuge übertragen und ausgeweitet. Zur Eröffnung zeigte Iveco neben seinen Dieselfahrzeugen eine Auswahl an Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Im Busbereich geht der Trend neben CNG Bussen für den Linienverkehr auch zu elektrischen Lösungen. Neben einem 19 sitzigen Daily Tourys Electric ist auch der Heuliez GLX ELEC, ein 100% elektrischer Zero-Emission Stadtbus mit 12 m ausgestellt sowie eine Hybridvariante des Stadtbusses Urbanway. Wegen der besonderen Schutzbedürfnisse der Kommunen gegenüber seiner Bewohner in Städten als Zentren starker Emissionen (Schadstoffe und Lärm) sind im urbanen Personentransport die Zwänge zu nachhaltigen Fahrzeugen größer.

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