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Neu aus Ungarn: Ein modular aufgebauter Elektrobus. Foto: Evopro

Neu aus Ungarn: Ein modular aufgebauter Elektrobus. Foto: Evopro

Nein, keine neuen Schuhe, aber doch etwas zum Fortbewegen: Die Modulo-Busse aus Ungarn. Das Land hat eine Bustradition, keine Frage – Ikarus sei Dank. Jetzt scheint sie ganz auf der Höhe der Zeit mit den Modulo-Bussen wieder aufzublühen: Die wahlweise als Elektro- oder Plug-In-Dieselhybrid sowie Erdgas und klassischen Diesel erhältlichen Modulo-Busse aus Ungarn werden – wie der Name schon sagt – im Modulsystem gebaut und sind mit einer Länge von 6,5 Metern (Minimo) oder 9,5 Metern (Maximo) erhältlich. Die mittlere Größe von acht Metern heißt Modulo Medio und kann 65 Fahrgäste befördern. Die aus drei verklebten Teilen bestehende 1,2 Tonnen schwere Karosserie soll nach Herstellerangaben bis zu 30 Jahre halten. Außerdem biete der Modulo im Verhältnis zum Wettbewerb ein deutlich geringeres Ge­wicht des Busses sowie ein größeres Platzangebot. „Hoffentlich können wir die ungarische Busindus­trie wiederbeleben“, sagte Donát Dékány, Geschäftsführer von Evopro, dem Hersteller des Modulo. Große Hoffnung setzen die Ungarn auf die Elektrobusvariante. Mit einer Aufladung soll der modulare Stromer bis zu 140 Kilometer weit fahren können. Ein eigens vom Hersteller ent­wickeltes Schnelladegerät sorge für volle Energiespeicher – binnen zwei Stunden verspricht Evopro. Die Budapester Nahverkehrsgesellschaft BKV will bis Mitte Mai 20 neue Elektrobusse von Evopro in Dienst stellen. Die ungarische Regierung unterstützt das Vorhaben mit 12 Millionen Euro für der Ankauf der Fahrzeuge und Einrichtung der entsprechenden technischen Peripherie. Aus den Nachbarländern liegen bereits auch erste Bestellungen vor, heißt es seitens Evopro.

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