Der Standort steht fest, jetzt wird geplant: Der neue ZOB Bremen soll 2020 in Betrieb genommen werden. Grafik: Westphal Architekten

Die Hansestadt Bremen bekommt einen neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB): Ab 2020 sollen die ersten Fernlinienbusse vom neuen ZOB abfahren. Die zuständige Baubehörde teilte mit, dass man nun einen Architektenwettbewerb für die Bebauung des Geländes starten wolle. Baubeginn könnte dann im kommenden Jahr sein, so die Verantwortlichen. Für die Busreisenden werde sich der Komfort dann in zwei Jahren deutlich erhöhen, denn die Stadt will einen ZOB, der komplett überdacht sein soll. Außerdem soll es einen Kiosk, einen Ticketschalter und einen Sanitärbereich geben. Die aktuelle Situation ist nach Aussagen von Busfahrern und Fahrgästen eigentlich eine Zumutung, denn die Fernbusse halten mehr oder weniger am Straßenrand, für die Fahrgäste gibt es keinerlei Serviceeinrichtungen. Als „sehr unschöne Situation“ beschrieb Bremens Bausenator Joachim Lohse die Verhältnisse des jetzigen ZOBs. Rund 80 Busse halten täglich in der Hansestadt, Fahrgäste und Busfahrer seien zweifelsohne von der aktuellen Situation “genervt”. Auf 4.400 Quadratmetern sollen insgesamt elf Busse Platz finden, davon entfallen zwei Stellplätze auf Busse mit Anhängern. Vorbild und Orientierung hätten die Bemer in Hannover gefunden, der dortige ZOB passe ideal zu den Bedürfnissen in Bremen. Die Zufahrt zum ZOB werde über den Breitenweg erfolgen, der Weg aus dem ZOB heraus über die Bürgermeister-Smidt-Straße. Beide Seiten werden, so Gunnar Polzin als zuständifer Abteilungsleiter im Bereich Verkehr, mit Schranken versehen. Außerdem werde es ein gestaffeltes Gebührensystem geben. Damit werde verhindert, dass Busse zu lange im ZOB stehen. Der neue ZOB entsteht auf dem Gelände des früheren Güterbahnhofs und unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof. Parallel zum neuen ZOB soll noch ein Hotel und Parkhaus gebaut werden.

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