Brekina zeigte als Vorschau den Kässbohrer S 150 H und kündigte zudem noch den S 140 ES an. Foto: Screenshot Brekina/omnibus.news

Der S 140 Es und der S 150 H (oben) entstehen aus jeweils eigenen Formen. Foto: Screenshot Brekina/omnibus.news

Neu bei Brekina: Die 100er-Baureihe von Kässbohrer, zum Start zwei Varianten (Reisebus und Übverland), die sich auch im Bereich der Front deutlich unterscheiden. Foto: Screenshot Brekina / ON

Brekina hat neben den dekorierten Formneuheiten für das Modelljahr 2022 auch schon einen Ausblick auf die nächsten Modellbus-Neuheiten gegeben. Mit gleich zwei unterschiedlichen Formen ehrt Brekina die Marke Kässbohrer. Die 100er Serie sei in Maßstab H0 bislang nur stiefmütterlich behandelt worden, so Matthias Frank während des Livestreams für die Fachhändler vor fünf Tagen. Eine Chance, hier mit hochwertig dekorierten Modellbussen, die in der bekannten Brekina-Qualität mit Blick auf Formen und Gravuren perfekt verkleinert sind, Omnibus-Fans zu erfreuen.

Auch wenn die Ulmer Marke unter dem Dach von Daimler Buses in nur wenigen Jahren auf die Markenbezeichnung Setra geschrumpft ist, mit dem S 140 ES und S 150 H lebt der Markenname Kässbohrer wieder ein bisschen auf. Moment: Einen S 140 ES und S 150 H im Maßstab 1/87 gibt bzw. gab es doch schon, und da war doch schon eine Anbieter dabei, die alten Formen zu überarbeiten, oder? Richtig, Jörg Stettnisch hatte die Ulmer 87-fach verkleinert, Veit Kornberger erwarb die Formen und kündigte überarbeitete Modellbusse an.

VK-Modelle kündigte die Modellbusse der 100er Baureihe als preisgünstigen Bausatz und auch als Fertigmodell an. Dabei blieb es aber bisher, jetzt wird Brekina den S 140 ES und S 150 H als formneues Modell liefern. Beide Modellbusse seien als eigenständige Formen entwickelt worden, wie Matthias Frânk erklärte. Nicht nur die Karosserie sei unterschiedlich, auch die Sitzreihen seien verschieden (14 und 15) und hätten so zwei Modelle aus einer Form unmöglich gemacht.

Bei den Ulmer sah es anders aus: Der Übergang der Setra Baureihe 10 zur Baureihe 100 im Jahr 1967 war ein weiterer Schritt zur Industrialisierung des Omnibusbaus im Unternehmen. Alle neuen Modelle wurden nach dem zweiten Setra Baukasten aus zahlreichen Gleichteilen gefertigt. Optisch zeichneten sich die Fahrzeuge der Baureihe 100 durch ihre kantigere Form sowie durch höheren Komfort, durch einen vergrößerten Fahrgastraum und eine erweiterte Innenstehhöhe aus.

Die Kässbohrer Fahrzeugwerke präsentierte die 100er-Serie erstmals auf der IAA der Öffentlichkeit. Und das recht erfolgreich, wie man heute rückblickend weiß: Über 12.300 Fahrzeuge fanden insgesamt Käufer. Die 100-Baureihe gab es als Stadt-, Überland- und Reisebus, sowie als Spezialbau der Panoramabus. Angetrieben wurden die Kässbohrer-Modelle damals noch von Henschel-Motoren (7,8 l) mit einer maximalen Leistung von 160 PS. Die Busse besaßen einzeln aufgehängte Vorderräder in Doppellenkerbauweise. 1973 wurde zudem die Scheibenbremse auf der Vorderachse Serie. (Brekina/omnibus.news/Sr)

 

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