Das ungarische Innenministerium hat neue Gefangenentransporter in Dienst gestellt. Foto: BVOP

Auf einem der ehemaligen Fabrikgelände von Ikarus im ungarischen Székesfehérvár baut der staatseigene Bushersteller Currus Ltd. in Zusammenarbeit mit der Ikarus Vehicle Technology Company wieder Omnibusse, die bevorzugt vom Staat gekauft werden. Neben Omnibussen für das Militär sind jetzt 19 Gefängnistransporter vom Innenministerium gekauft worden, um damit den Fuhrpark entsprechend zu modernisieren. Seit einigen Jahren werden alle Fahrzeuge der Justiz getauscht, neben den ausgelieferten Fahrzeugen hält das Innenministerium noch eine Option auf sieben weitere Busse. Die erste Lieferung hat umgerechnet gut fünf Millionen Euro gekostet, da sind die Ungarn wohl auf Nummer sicher gegangen, um Häftlinge ganz sichern befördern zu können. Ausgewählt wurde die Baureihe Aries, die Currus auf einem auf einem Volvo B8R-Fahrgestell aufbaut. Bis zu 40 Personen können befördert werden. Doch anders als in der hierzulande bekannten Grünen Minna sitzen alle gemeinsam im Fahrgastraum statt in einer einzelenen Zelle. Für jeden Gefangenen gibt es einen Beckengurt und Ösen im Fußboden… Lediglich vier Einzelzellen sind an Bord, für ganz besondere Personen, wie das ungarische Innenministerium zu dem Fahrzeug schreibt. Der Fahrerraum ist hermetisch vom “Fahrgastraum” abgetrennt, ebenso der Aufenthaltsraum für die vier Begleitpersonen. Der Fahrer kann sich ganz sicher fühlen, denn neben ihm sitzt während der ganzen Fahrt immer eine bewaffnete Begleitperson. Die drei weiteren Sitzplätze sind um 90° in Fahrtrichtung gedreht und erlauben dem Begleitpersonal so, die Fahrgäste zu beobachten. Die Omnibusse sind 12.05 Meter lang, 2,55 Meter breit und 3,55 Meter hoch. Die Lackierung der neuen Gefangenentransporter orientiert sich an der für die Polizeifahrzeuge, so das Innenministerium. Zusammen mit dem Blaulicht würde sich die neuen Omnibusse so deutlich mehr Respekt im Straßenverkehr verschaffen. (BVOP/PM/Sr)

Im Innern geht es durchaus spartanisch zu… Foto: BVOP

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