Auch in Berlin wurden die Fußball-Weltmeister von 1954 feierlich empfangen. Foto: Schuco

Schuco stellt zur Spielwarenmesse den 54er WM-Bus in neuer Dekoration in der Reihe PRO.R43 vor: Der nach wie vor grünbeige Magirus-Deutz O 6500 wird jetzt – ohne Figuren (in der ersten Auflage des Resin-Modellbusses waren Nationaltrainer Sepp Herberger und der Spielführer der Nationalmannschaft Fritz Walter sowie ein Busfahrer an Bord), aber nach wie vor mit Jules-Rimet-Pokal auf der Armaturentafel angeboten. Für die limitierte erste Edition “Wunder von Bern” hatte sich Schuco etwas Besonderes einfallen lassen: Der Modellbus erhielt außerdem noch einen Nachdruck der Kicker-Sonderausgabe. Nach der ersten Auflage mit 1.954 Stück gibt es diesmal nur 500 Modelle mit grüner Girlande und seitlicher Banderole “Berlin grüsst den Weltmeister im Fussball”. Zunächst ging es aber nach München, am Tag nach dem Endspiel fuhren die “Helden von Bern” im Zug nach Deutschland zurück, nach München. Die Nationalelf wurde am 6. Juli 1954 in den Straßen Münchens gefeiert, etwa 300.000 Menschen bejubelten die Fußball-Weltmeister. Fakt ist, dass die Sportler in Cabrios durch die Stadt gefahren wurden, die Spielerfrauen folgten im 54er Mannschaftsbus, wie viele Fotos belegen. Beim Corso durch die Stadt blieb der Bus mit den Spielerfrauen auf dem Marienplatz in der Menschenmasse stecken, in der Innenstadt brach der Verkehr zusammen. Zwei Wochen nach dem Endspiel, am 18. Juli, erreichen die Feiern noch einmal einen Höhepunkt: Im Berliner Olympiastadion empfing Bundespräsident Theodor Heuss vor 90.000 Zuschauern die WM-Elf.

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