Solaris hat das E-Bus-Portfolio um den Urbino 9 LE electric ergänzt. Foto: Solaris

Das interaktive Armaturenbrett mit Touchscreens im neuen Solaris Urbino 9 LE eelctric. Foto: Solaris

Solaris hat heute als Ergänzung des Elektrobus-Portfolios einen neun Meter langen, elektrisch betriebenen Low-Entry-Bus namens Urbino 9 LE electric, im Rahmen einer Online-Premiere vorgestellt. Der Midi-Elektrobus wurde so konzipiert, dass der Innenraum an die Zulassungsanforderungen sowohl der Fahrzeugklasse I als auch der Klasse II angepasst werden kann.

Der Urbino 9 LE electric ist mit einem elektrischen Zentralmotor mit einer maximalen Spitzenleistung von 220 kW ausgerüstet. Der Motor ist flüssigkeitsgekühlt und die Antriebskraft wird auf die zweite Achse des Fahrzeugs übertragen. Der Antrieb des neusten Modells wird mit Energie aus Solaris High Energy-Batterien versorgt, d. h. Batterien mit einer höheren Energiedichte, die eine höhere Kapazität besitzen und vorwiegend nachts geladen werden.

Die maximale Kapazität der High Energy-Batterien für den Urbino 9 LE electric beträgt über 350 kWh. Die Kunden des neusten Modells werden auch Solaris High Power-Batterien auswählen können, die für die schnelle Ladung mit einer hohen Ladeleistung ausgelegt sind. Die Batterien werden konventionell per Stecker geladen. Als Option besteht zudem die Möglichkeit, einen von drei Arten von Pantographen, auf dem Dach zu montieren. Neben dem konventionellen Pantographen stehen Kunden nunmehr neuartige Schnellladelösungen zur Verfügung.

Das Angebot des Herstellers beinhaltet jetzt auch einen invertierten Pantographen, der für die 8,9-Version bisher nicht verfügbar war. Eine weitere Option stellt ein ganz neuer Typ des Pantographen mit größerer Arbeitshöhe im Vergleich zu den Lösungen der Konkurrenten dar. Mit dessen Hilfe können Fahrzeuge verschiedener Höhen geladen werden.

Die Designer des neusten Modells haben auch für den Komfort der Fahrgäste gesorgt. Größere Abstände zwischen den Sitzen stellen einen hohen Reisekomfort sicher, der auch den Bus Nordic-Anforderungen entspricht. Dank der modernisierten Konstruktion wurde mehr Kopffreiheit im Heck des Busses erreicht, was sich positiv auf die Reisequalität auswirkt. Für den Bus besteht auch die Möglichkeit, jede Klimaanlage von allen, die im Angebot des Herstellers erhältlich sind, zu montieren, darunter auch eine Klimaanlage mit Wärmepumpe. Um die entsprechende Temperatur im Fahrzeug zu erreichen, wird in der letzteren Lösung die Wärme von außen genutzt. Dies verhilft zur höheren Energieeffizienz des Fahrzeugs und bedeutet zugleich eine höhere Reichweite.

Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet der Bus eine hohe Anzahl von Sitzplätzen, von denen die meisten in Fahrtrichtung montiert sind. In den beiden Klassen beträgt die maximale Anzahl der Sitzplätze 27. Die Fahrgäste werden durch Türen in einer Türanordnung 1-2 in den Bus einsteigen. An Bord sind auch Flächen für Rollstuhlfahrer und Fahrgäste mit Kinderwagen vorgesehen. Außerdem verfügt der Bus auch über Sitze mit Isofix-System zur sicheren Befestigung von Kindersitzen. Je nach der Fahrzeugausstattung bietet das Fahrzeug Platz in der Klasse I für maximal 73 und in der Klasse II – für insgesamt 60 Fahrgäste.

Innovative Systeme, mit denen das neue elektrisch betriebene Solaris-Modell ausgestattet ist, tragen zu noch mehr Sicherheit sowohl der Fahrgäste als auch des Fahrers bei. Das interaktive Armaturenbrett mit Touchscreens bietet mehrere fortschrittliche Sicherheitsfunktionen und Zugang zu automatischen Fahrerassistenzsystemen (ADAS). Ihr umfangreiches Angebot umfasst u. a. das MirrorEye-System, d. h. einen Satz von Kameras, die die konventionellen Spiegel ersetzen und dem Fahrer das Bild um den Bus herum zeigen. Dank dem Mobileye Shield+-System hingegen, das über akustische und optische Signale den Fahrer vor Fußgängern und Fahrzeugen, die sich nah am Bus befinden, warnt, wurde das Problem des toten Winkels gelöst. Zudem ist der Urbino 9 LE electric für die Integration mit dem von Solaris eigenerstellten Flottenmanagementsystem eSConnect vorbereitet, das vollständige telemetrische Daten, die Datenanalyse und Behebung nicht nur von Störungen gewährleistet, die bereits aufgetreten sind, sondern auch die Vorhersage von denjenigen, die in Zukunft auftreten können.

Die ersten Einheiten des Urbino 9 LE electric haben bereits ein großes Interesse geweckt und Solaris konnte schon Verträge über die Lieferung von insgesamt 17 Einheiten des neusten 9 m langen Busses unterzeichnen. Die Società Autobus Servizi d’Area S.p.A wird acht Busse dieser Art nächstes Jahr in Bozen in Italien einsetzen. Sechs der neuen Midi-Elektrobusse erwarb die Stadt Żyrardów, zwei Einheiten – Cieszyn, und einen kaufte ein Kunde aus Zawiercie.(Solaris/PM/Sr)

Der Midi-Elektrobus wurde so konzipiert, dass der Innenraum an die Zulassungsanforderungen sowohl der Fahrzeugklasse I als auch der Klasse II angepasst werden kann. Foto: Solaris

In den beiden Klassen beträgt die maximale Anzahl der Sitzplätze 27. Foto: Solaris

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