
Higer baut den batterieelektrischen Gelenkbus F 18 EV der Marke Fencer jetzt ohne Scania-Komponenten, wie auf der Mobility Move 2026 deutlich wurde. Foto: omnibus.news/Schreiber
Auf der Mobility Move 2026 machte Higer deutlich, dass man mit der Marke Fencer neue Wege gehe: Der chinesische Bushersteller nutzt Scania bei Elektrobussen nur noch als Vertriebspartner und verbaut dafür keine Komponenten der schwedischen Marke unter dem Dach der Volkswagen AG mehr. In Berlin stand der E 18 EV mit neuem optischen Auftritt, so trug die Frontmaske keinen Scania-Schriftzug mehr! Im Juli meldete die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), dass man im Rahmen des Testens neuer Fahrzeuge für den Busbetrieb auch einen vollelektrischen Gelenkbus erprobe.
In München wolle man Erfahrungen mit am Markt verfügbaren Produkten im Praxiseinsatz gewinnen, so die MVG im Zusammenhang mit dem Test des Fencer. Dazu werde der Bus auch im Fahrgastbetrieb getestet. Der chinesische Elektrobus wurde auf der Linie 62 zwischen Ostbahnhof und Rotkreuzplatz als zusätzliches Fahrzeug eingesetzt. Der Fencer ist eine Busfamilie, die in Europa von Scania vertrieben wird. Die elektrische Variante Fencer F18 EV ist ein dreiachsiger, 18 Meter langer Gelenkbus. In Berlin auf der Mobility Move wurde der Antrieb kommuniziert:
Higer nutze einen Prestolite-Zentralmotor mit 255 kW Dauerleistung und 350 kW Spitzenleistung; der Antrieb erfolgt auf die dritte Achse. Die Batteriegröße sei laut Higer und Scania konfigurationsabhängig und liege bei 350 bis 525 kWh. Zum Preis gab es keine konkrete Aussage, das Fahrzeug hätte ein unschklagbares Preis-Leistungsverhältnis und liege deutlich unter Wettbewerbsfahrzeugen. Der Fencer F18 EV ist dabei gewissermaßen der Gegenpol zu den Midibussen, die die MVG aktuell auch erprobt. (MVG/Scania/omnibus.news/Sr)