Im Teilprojekt Kognitive Assistenz hat MAN ein speziell angepasstes Rundumsicht-System für die komplexen Anforderungen in Bussen im Stadtverkehr entwickelt. Das System erkennt selbstständig die aktuelle Fahrsituation und zeigt dem Fahrer automatisch eine speziell auf diese Situation angepasste Sichtperspektive auf einem Monitor an.

Im Teilprojekt Kognitive Assistenz hat MAN ein speziell angepasstes Rundumsicht-System für die komplexen
Anforderungen in Bussen im Stadtverkehr entwickelt. Das System erkennt selbstständig die aktuelle Fahrsituation
und zeigt dem Fahrer automatisch eine speziell auf diese Situation angepasste Sichtperspektive
auf einem Monitor an.

Eine Verkehrssituation mit Fußgängern, Radfahrern und alle Objekte sind eindeutig detektiert und erkannt. Dank Szenen-Labeling und entsprechender Forschungsarbeit der Daimler-Ingenieure.

Eine Verkehrssituation mit Fußgängern, Radfahrern und alle Objekte sind eindeutig detektiert und erkannt. Dank
Szenen-Labeling und entsprechender Forschungsarbeit der Daimler-Ingenieure.

Den Verkehr der Zukunft sicherer und effizienter zu gestalten – dies hatten sich die Partner derForschungsinitiative UR:BAN zum Ziel gesetzt. UR:BAN steht für „Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement“. 31 Partner aus Automobil- und Zulieferindustrie, darunter MAN und Daimler, sowie Elektronik- und Softwarefirmen, Universitäten, Forschungsinstitute und Städte entwickelten gemeinsam neue Fahrerassistenz- und Verkehrsmanagementsysteme für die Stadt. Die Forschungsinitiative wurde mit einem Budget von 80 Millionen Euro ausgestattet. 40 Millionen Euro davon steuerte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie bei. Ziel der Forschungsinitiative ist es, mit Assistenzsystemen und einem Netzmanagement die Anzahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren und deren Schwere zu verringern. Zum Ende der vierjährigen Forschungsaktivitäten wurden die Ergebnisse im Rahmen einer offiziellen Abschlusspräsentation am 7. und 8. Oktober 2015 in Düsseldorf vorgestellt. Die Veranstaltung bot rund 300 Gästen zwei Tage lang die Möglichkeit, neueste Technologien und ausgeklügelte Systeme im direkten Austausch mit den Experten zu erfahren und zu erleben. Auf dem Messegelände wurden neben Vorträgen und Ausstellungen insbesondere auch umfangreiche Fahrdemonstrationen zur Präsentation der neuen Technologien gezeigt. Forscher aus den drei UR:BAN-Arbeitsbereichen präsentierten zahlreiche Exponate sowie ca. 50 Demonstrationsfahrzeuge. Der Themenschwerpunkt „Kognitive Assistenz“ präsentierte live neuartige Systeme für den typischen Stadtverkehr wie Gegenverkehr bei Engstellen oder Spurwechsel mit kleinen Lücken. Auch das Notausweichen bei gefährlichen Situationen mit Fußgängern und Radfahrern konnte bei der Veranstaltung erlebt werden. Notwendig für die komplexen Verkehrssituationen in der Stadt ist eine zuverlässige Umgebungserfassung aller Verkehrsteilnehmer. Diese umfasst erstmalig auch die Fußgängerabsichtserkennung. Das „Vernetzte Verkehrssystem“ präsentierte u.a. die Fahrzeugfunktion Ampelassistenz im realen Verkehrsgeschehen. Dabei wurde das Fahrzeug teilautomatisiert durch eine Kreuzung geführt oder dem Fahrer wurden Empfehlungen für das ideale Überqueren der Kreuzung gegeben. In zahlreichen Versuchsfahrzeugen konnten die unterschiedlichen Funktionen wie Kreuzungslotse, Grüne-Welle Assistent und Verzögerungsassistent erlebt werden. Im Arbeitsbereich „Mensch im Verkehr“ stand dieser in all seinen Rollen als Verkehrsteilnehmer in der Stadt im Mittelpunkt. Zur Erforschung des menschlichen Verhaltens wurden neue Methoden und Systeme entwickelt, die die Absichten des Fahrers z.B. aufgrund seiner Kopfbewegung rechtzeitig erkennen und ihm helfen, die Herausforderungen des Stadtverkehrs erfolgreich zu meistern. Weitere spannende Innovationen und neuartige Konzepte für die Mensch-Maschine-Interaktion wurden interaktiv in realitätsnahen Simulationsumgebungen und Demonstratorfahrzeugen dargestellt.

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