Der Robur an der lizauischen Grenze. Foto: RBB

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat Mitte Juli 2018 ein Team mit Kamera und Robur losgeschickt. Robur? Genau, der ostdeutsche Klassiker, der als Lkw-Typ der ostdeutschen VEB Robur-Werke Zittau in einer mehr als 30-jährigen Bauzeit weitgehend unverändert blieb und das Straßenbild im Osten vielerorts prägte. Mit eben einem solchen Robur als Bus ging es von Berlin nach Moskau. Mehr als 7.000 Kilometer lagen vor dem rbb‑Team, mit Abenteuerlust und Neugier ging es zu einem Sehnsuchtsort: zum Baikalsee! Das Ergebnis ist eine Reisereportage, die  faszinierende Kulturen und grandiose Landschaften zeigt. Es ist aber auch eine Begegnung mit Menschen, die im Hier und Jetzt einer globalisierten Welt leben und zugleich mit ihren Traditionen, Sitten und Gebräuchen eine kulturelle und religiöse Vielfalt bewahren. Aktuell im Fernsehen, aber dann auch in der Mediathek ist “Expedition Baikal – Mit dem Robur nach Sibirien” zu sehen. Heute ziehen sich schwarze Asphaltbänder bis fast in den letzten Winkel Russlands, zumindest so rückt das Land näher heran an Europa. Und auf den Straßen bewegen sich nicht mehr Reiterheere oder Panzerdivisionen, sondern lange LKW‑Schlangen, viele Gebrauchtwagen und immer mehr neugierige Reisende. Sie erfahren von einem Land im dauernden Umbruch und einer immer weitherzigen, einladenden und lebendigen Alltagskultur der Menschen am Wegesrand. Wenn man nach Sibirien will, würde man wahrscheinlich als erstes an eine Reise mit dem Flugzeug denken. Das geht schneller und einfacher. Warum sich das RBB-Team für einen betagten Robur entschied, erklärt der RBB-Autor Johannes Unger so: “Wir hätten es schneller geschafft, aber wir hatten ein besonderes Fahrzeug: eben diesen Robur-Bus, den manche vielleicht aus dem rbb Fernsehen kennen. Das ist ein alter DDR-Bus, der halt nur 80 Stundenkilometer fährt – wenn er fährt. Leider ist er häufiger kaputt gegangen und das hat die Reise dann manchmal etwas schwierig gemacht. Vor allen Dingen wollten wir Land und Leute kennenlernen. Deshalb haben wir immer angehalten und Umwege gemacht, um Menschen zu begegnen und um Geschichten zu finden. Deshalb hat die Reise eben etwas länger gedauert.” Am Mittwochabend sind ab 20:15 Uhr sind die ersten beiden Teile der Reisereportage zu sehen. Am Donnerstag werden die anderen beiden Folgen gesendet. In der RBB-Mediathek sind alle vier Teile schon jetzt zu sehen.

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