Marcopolo hat den ersten Bus, einen paradiso 1800 DD, mit einem Mirrorcam-System vorgestellt. Foto: Marcopolo

Marcopolo setzt auf die ERV-Technologie, bei der hochauflösende Videokameras den Toten Winkel nahezu komplett minimieren. Foto: Marcopolo

Marcopolo, brasilianischer Bushersteller mit mittlerweile Werken in Ägypten, Argentinien, Australien (hier wurde Volgren zu 100% übernommen), China, Indien, Kolumbien, Mexiko und Südafrika ist weltweit in über 60 Ländern aktiv. Ein Markenbotschafter ist der Doppeldecker des Typs Paradiso 1800 DD, der in ganz Südamerika auf den Panamericanas, den Fernbuslinien bzw. Fernverkehrsstrecken, zu sehen ist. Jetzt hat Marcopolo angekündigt, für alle Omnibusse der New G7-Baureihe alternativ zum klassischen Spiegel auch Mirrorcams anbieten zu wollen. Marcopolo setzt auf die ERV-Technologie, bei der hochauflösende Videokameras den Toten Winkel nahezu komplett minimieren. Bis zu 90 Grad können für das Sichtfeld eingestellt werden, wie Jean Carlo Giacomel Casado, der für neue Entwicklungen bei Marcopolo verantlich ist, sagt. Zusammen mit der Designabteilung hätte man die neue Technik nicht nur, formschön, sondern auch funktional ausgestalten und anbinden können, wie André Lucena Perondi, der das Design der New G7-Baureihe verantwortet, erklärt. Kleine Spiegelarme, die keinen Spiegel, sondern die Kameras innehaben, ragen wie einst die legendären Maikäferfühler der Setra 300er-Baureihe deshalb über die Karosserie hinaus, damit es den Rundumblick und keinen Toten Winkel gibt, der im Vergleich zu den an der Karosserierseite verbauten Spiegeln bleibt. Designer und Ingenieure hätten bei diesem Projekt wieder einmal erfolgreich zusammen gearbeitet, so Jean Carlo Giacomel Casado. Die Brasilianer verbauen zwei Kameras, die Bilder in Echtzeit und in High Definition aufnehmen. Der Busfahrer sieht dann das Bild auf zwei Bildschirmen links und rechts, so, wie er es vom klassischen Spiegel her kennt. Die Steuerung der ERV-Technik ist in der Instrumententafel integriert und bietet Optionen für Tag und Nacht. Außerdem kann der Busfahrer die linke und rechte Seite sowie einen  Winkel von bis zu 90 Grad einstellen, um den gesamten Raum entlang der Seiten des Busses anzeigen zu lassen. Weder zum Preis noch zum Marktstart und zur Technik (z.B. Hersteller) machen die Brasilianer genauere Angaben. (Marcopolo/PM/Sr)

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