Premiere beim Minibustag. Der Transfer 45 mit 7,37 Metern und Platz für bis zu 22 Fahrgästen. Foto: Daimler

Einen tiefen Einblick in die Minibusproduktion der neuen Sprinter-Generation gewährte Mercedes‑Benz den Besuchern am 3. April beim diesjährigen Minibustag. Die Tagesveranstaltung war ein gelungener Mix aus Produktinformation, Fahrerlebnis und Austausch zur Branche. Mercedes-Benz hat einen neuen Sprinter, die hauseigene Minibussparte zieht nach und stellt eine komplett neue Generation auf die Räder. Seit 1998 hat sich die Mercedes-Benz Minibus GmbH aus Dortmund in Europa eine führende Position erarbeitet und weit mehr als 25.000 Fahrzeuge gefertigt. Zum Erfolgsrezept gehören neben individuellen Produktvorteilen die industrielle Fertigung sowie die enge Verbindung zu Entwicklung und Fertigung des Basismodells Sprinter. Die Abwicklung erfolgt nach den Richtlinien und Prozessen von Mercedes-Benz. “Garantierte Qualität aus einer Hand gehört zu den Vorzügen der Minibusse mit Stern,” sagt Bernd Hülsmann, der das Marketing der Minibusse leitet. Zum Start gab es mit dem Sprinter City 75, dem Sprinter Transfer 35 und der Sprinter Mobility 23 gleich ein tolles Trio. Jetzt zum Minibustag wurde der Transfer 45 vorgestellt. Die Veranstaltung bietet die einmalige Gelegenheit, der geballten Minibus-Kompetenz an einem Ort zu begegnen. So standen nicht nur zu jedem Fahrzeug Experten bereit, auch die Partner von Omniplus, BusStore und der Mercedes-Benz Bank waren vor Ort und präsentierten ihre Minibus-Lösungen. Zu den Highlights der Veranstaltungzählten die Kundenpremiere des neuen Transfer 45 sowie die exklusive Werksbesichtigung, bei denen die rund 80 Besucher den Minibusmachern bei ihrer Arbeit über die Schulter blicken konnten. Die Transfer-Minibusse sind sozusagen die Alleskönner im Programm von Mercedes-Benz: Der Sprinter Transfer übernimmt Überlandlinien und Schülerverkehr, Shuttlebetrieb und Ausflüge. Mit 7,36 m Länge liegt das Modell Sprinter Transfer 45 in der Mitte der vielseitigen Baureihe. Die Serienausstattung des Sprinter Transfer entspricht seiner großen Flexibilität: Ob Komfort-Fahrersitz oder Schiebetür mit elektrisch betätigter Trittstufe, Wärmetauscher im Fahrgastraum oder Warmwasserheizung mit Standheizungsfunktion, 19 hochfeste Fahrgastsitze des Typs „Inter Star Sprinter“ und die Omnibus-Innendecke mit LED-Beleuchtung – der Sprinter ist auf eine Vielzahl von Aufgaben vorbereitet. Der Testwagen zeichnet sich durch attraktive Zusatzausstattungen aus. Da wäre der Einstieg für die Fahrgäste durch eine elektrisch angetriebene Beifahrertür mit ebenfalls elektrisch betätigter Trittstufe. Der Einstieg ist für einen komfortablen Zugang vergrößert.

Werksrundgang anlässlich des Minibustages 2019. Foto: Daimler

Getrennte Klimaanlagen für Fahrerplatz und Fahrgastraum sowie eine Konvektorenheizung gewährleisten ein angenehmes Klima in jeder Jahreszeit. Ergänzend zur umfangreichen serienmäßigen Sicherheitsausstattung verfügt der Minibus über ein Fahrerassistent-Paket mit zahlreichen Assistenz­systemen: Fernlicht-Assistent, Collision Prevention Assist, Totwinkel-Assistent und Spurhalte-Assistent gibt es in dieser Fahrzeugklasse nur beim Sprinter. Eine Parktronic unterstützt den Fahrer des Sprinter Transfer 45 ebenso wie der Licht- und Regensensor und viele Details mehr. Die Sitzbezüge „Kontur“ und der Bodenbelag in „Evograu mittel/blau“ geben dem funktionellen Fahrgastraum eine spritzige Note. Die Lackierung in „Graphitgrau-Metallic“ verleiht dem Sprinter Transfer 45 Eleganz. Beim Antrieb des Minibusses mit 5,0 t Gesamtgewicht liegt die Priorität auf höchster Wirtschaftlichkeit. Der Vierzylinder-Turbodieselmotor leistet 120 kW (163 PS), das Automatikgetriebe 7G-Tronic übernimmt die Kraftübertragung. Besonders zu erwähnen ist nich das neue Multimedia-System MBUX (MB User Experience), das bei den Minibussen in drei Versionen verfügbar ist und sich vor allem hinsichtlich der Größe des hochauflösenden Display im Bereich der Mittelkonsole unterscheidet: Wahlweise im Format 7,0 oder 10,25 Zoll, wobei in diesem Fall die größere Version besser zu sehen und abzulesen und damit empfehlenswerter ist. Die Minibusse sind ebenso wie der Sprinter jetzt voll vernetzt. Serienmäßig sind sie mit dem Connectivity Modul des Sprinter für das Flottenmanagement ausge­stattet. “Sie können aber auf Wunsch ebenso in das Flottenmanagementsystem Omniplus On eingebunden werden”, erläutert Hülsmann das Angebot. Nicht zuletzt profitieren die Minibusse von einer Gleichteilestrategie mit Mercedes-Benz Vans: ob Luftfederung (Ausnahme: Sprinter City 75) oder Fahrgastraum-Klimaanlage mit 7 kW bzw. 11 kW Leistung – diese und weitere Komponenten sind bei Minibussen und Basisfahrzeugen identisch. Um den Fahrer endgültig glücklich zu machen, sollte aus der Liste der Sonderausstattungen ein komfortabler, elektrisch verstellbarer und mit Lordosenstütze ausgestatteter Fahrersitz bestellt werden – Schwingsitz wie im Tourismo wäre an dieser Stelle dann doch übertrieben. Vielleicht zu viel des Guten ist das Mini-Touchpad im Lenkrad, mit dem der Fahrer das Menü – auch farbig erhältlich – im Display steuert. Aber: Zumindest junge Menschen dürften damit keine Probleme haben. Die ältere Generation vermisst das gute alte Handschuhfach, aber die Minibusmacher haben ausreichend Ablagen geschaffen! “Die nächsten Modelle unserer Minibus-Baureihen folgen noch in diesem Jahr,” so Hülsmann. Nach Abschluss des Modellwechsels wird sich das Programm im Herbst 2019 aus mehr als 20 Links- und Rechtslenkermodellen zusammensetzen.

Bernd Hülsmann, Leiter Marketing der Mercedes-Benz Minibus GmbH in Dortmund. Foto: Schreiber

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