VDL Mid Basic Electric

Der VDL Mid Basic Electric entsteht auf einem Sprinter. Foto: VDL

Statt Diesel "tankt" der Mid Basic Electric an der Steckdose. Foto: VDL

Statt Diesel “tankt” der Mid Basic Electric an der Steckdose. Foto: VDL

Auf der IAA präsentiert VDL Bus & Coach den MidBasic Electric. Dieser vollelektrische Bus aus dem Mini- und Midisegment ist speziell für die Beförderung kleiner Fahrgastzahlen in dünnbesiedelten Regionen bestimmt. Das Basisfahrzeug für den MidBasic Electric ist ein Mercedes Sprinter in 3,5-Tonnen- Ausführung. VDL Bus & Coach ersetzt den Diesel-Antriebsstrang durch einen vollelektrischen Antriebsstrang und verwendet dabei Komponenten von mehreren europäischen Lieferanten. Die Elektromotoren sind 120 kW bis 150 kW stark. Der vollelektrische Antriebsstrang wurde in Zusammenarbeit mit Kreisel entwickelt. Die patentierten Kreisel-Batterien sind mit 4,6 kg/kWh besonders leicht und ermöglichen mit Kapazitäten von 72 kWh oder wahlweise 92 kWh einen Aktionsradius von 200 bis 300 km. Sie sind flüssigkeitsgekühlt und werden unter dem Fahrzeug angeordnet. So wird Platz gespart, und der Schwerpunkt bleibt niedrig. Dank eines intelligenten Thermomanagements verspricht VDL einen Aktionsradius von 200 bis 300 km – auch bei extremen Temperaturen. Außerdem bietet das Thermomanagement Möglichkeiten zum Vorwärmen oder Kühlen des Fahrzeuginnenraums. Schnellladen ist mit dem serienmäßig eingebauten 22-kW-Ladegerät möglich. Mit einem Ladestecker vom Typ 2 Combo, der europäische Standard zum Laden von Pkw-Batterien, kann der MidBasic Electric die für Pkw eingerichtete Infrastruktur nutzen, die immer weiter ausgebaut wird. Dies bedeutet, dass kaum in eine eigene Lade-Infrastruktur investiert werden muss. Dank eines innovativen Systems zur Bremsenergierückgewinnung (KERS – Kinectic Energy Recovery System, 3 Schaltstellungen) ist nach Aussagen von VDL kein Retarder erforderlich, wodurch ergeben sich dementsprechend wesentlich längere Standzeiten der Betriebsbremse.  Auf der IAA im September feiert der Mid Basic seine Premiere – nicht nur auf dem Stand C37 in Halle 11, sondern auch auf dem Außengelände, wo die Besucher Probefahrten unternehmen können.

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