Mit dem Metrobus schnell, sicher und umweltfreundlich ans Ziel kommen: Die Entwertungen von Tickets für den Metrobus gestiegen Foto: LPA

Für den Knoten des Metrobusses am Bahnhof Kaltern samt Bau eines Radwegs mit Unterführung können nun nächste Schritte gesetzt werden. Die Südtiroler Landesregierung hat am 17. September den von Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider eingebrachten Konventionsentwurf mit Südtirol Gas AG genehmigt. Die Landesregierung hat bei dieser Gelegenheit den aktuellen Stand der Projekte für den Metrobus besprochen, der als öffentliches Verkehrsmittel das Überetsch besser und umweltfreundlicher an Bozen anbinden soll. “Unser Ziel ist es, ein Vorfahrtssystem für Busse zu schaffen, die viele Menschen umweltfreundlich auf der Strecke Bozen-Überetsch transportieren können”, unterstrich Landeshauptmann Arno Kompatscher nach der Sitzung der Landesregierung. Dazu werden laut Kompatscher Vorzugsspuren, intelligente Ampeln und nutzerfreundliche Haltestellen gebaut. “Mit dem Metrobus soll der Individualverkehr um ein Drittel verringert werden. Weniger Lärm und Abgase sollen zudem die Lebensqualität steigern”, betonte Kompatscher. Dass dieses Vorhaben auch bei den Bürgern gut ankommt, zeigen die Zahlen zu den Entwertungen für Fahrten auf dem Metrobus. Die Entwertungen für Fahrten von Bozen ins Überetsch haben sich seit 2014 mehr als verdoppelt. 2014 wurden 481.717 gezählt; 2018 waren es 758.743. “Jedes weitere Baulos, das wir umsetzen, um dem Metrobus Vorfahrt zu geben, bewirkt eine weitere Verbesserung hinsichtlich flüssigerem Verkehr auf der Route und Lebensqualität für die Menschen vor Ort”, ist auch Mobilitätslandesrat Alfreider überzeugt. Insgesamt soll der Metrobus das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen dem Bahnhof Bozen und den Gemeinden Eppan und Kaltern verbessern. Der Metrobus fährt in Bozen über die Drususallee, außerhalb der Stadt über die Staatsstraße Richtung Meran (SS 42) und schließlich auf der Landesstraße in Richtung Überetsch (LS 14). Einige Fahrten enden in Kurtatsch. Im Wesentlichen werden Vorzugsspuren für den Bus geschaffen sowie Bushaltestellen und Ampeln gebaut. An einige Stellen müssen auch Kreisverkehre angelegt und Einfahrten verbessert werden. Um die Ampeln zu regulieren, wird ein eigenes Funksystem aktiviert. Im Stadtgebiet in Bozen sind die Vorzugsspuren für den Metrobus auf fast der gesamten Länge von rund 4,5 Kilometern zwischen dem Kreisverkehr an der Etschbrücke und dem Bahnhof fertig gebaut. Rund ein halber Kilometer Vorzugsspur zwischen der Palermostraße und dem Hadrianplatz ist gerade in Bau. Entlang des rund zehn Kilometer langen außerstädtischen Abschnitts (SS 42 und SS 14) ist eine etwa ein Kilometer lange Schnellspur entstanden, die den Kreisverkehr an der Kreuzung an der Etschbrücke, St. Pauls, Eppan Bahnhof, Eppan Gand und Unterplanitzing umfasst. Der Bahnhof Kaltern als letzte Station der Metrobus-Strecke ist aktuell im Bau. In der Entscheidungs- bzw. Planungsphase sind der Bau der Haltestelle Pillhof in Frangart einschließlich eines Straßenabschnitts ebenso wie der Ausbau der Anschlussstelle Etschbrücke an der Schnellstraße Meran-Bozen MeBo. An den vier neuen Haltestellen wurden die Bauarbeiten abgeschlossen, während die Ampelsysteme, das Funksystem und die Metallverkleidung der neuen Haltestellen aktuell fertiggestellt werden. Mit dem Ausbau der Linie 131 Überetsch wurden auch zwölf 18-Meter-lange selbstlenkende Fahrzeuge gekauft, die der Linienbetreiber SAD einsetzt. An den neuen Haltestellen können die Metrobus-Gelenkbusse die Haltestellen vor allen anderen Fahrzeugen befahren. Das Funksystem dafür überwacht ein eigens beauftragtes Unternehmen. Am Kreisverkehr an der Etschbrücke ist Bozen ist das Ampelpräferenzsystem für den Metrobus bereits in Betrieb. Die Entwertungen für Fahrten auf dem Metrobus von Bozen ins Überetsch haben sich seit 2014 mehr als verdoppelt. 2018 wurden Fahrten alle 15 Minuten eingeführt, während zuvor die Busse nur alle 30 Minuten fuhren. Durch die neuen Vorzugsspuren sollten sich, so Abteilungsdirektor Valentino Pagani, nun auch die Fahrzeiten, die letzthin zugenommen hatten, wieder verringern.

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