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BRT auf türkisch: Der Doppelgelenkbus von Akia. Foto: Akia

BRT auf türkisch: Der Doppelgelenkbus Ultra LF 25 von Akia. Foto: Akia

Akia Hess Otomotiv Karoser Imalat San. ve Tic Ltd hat auf der Busworld Turkey mit dem Ultra LF25 den wohl größten Doppelgelenkbus der Welt gezeigt. In der Türkei steht der Bus hoch im Kurs. Jährlich werden rund 2.000 Omnibusse mit mehr als 26 Sitzplätzen neu zugelassen. Im letzten Jahr stieg die Zahl der Neuzulassungen, weil immer mehr Städte neue Niederflurbusse in Dienst stellten. Über 4.000 Fahrzeuge wurden angemeldet! Seit 2012 hat sich die Niederfurtechnik in der Türkei etabliert, Mini- und Midibusse sind sehr beliebt, deren Zulassungenzahlen steigen stetig. Und auch moderne Systeme wie das BRT-System in Istanbul scheinen immer mehr Begehrlichgkeiten zu wecken, die auch von immer mehr Herstellern wie beispielsweise Akia Hess Otomotiv Karoser Imalat San ve Tic Ltd bedient werden. Hinter der Firma stehen iranische und türkische Anteilseigner. Und die haben einen 25m-langen Doppelgelenkbus auf die Räder gestellt. der schon als Prototyp für reichlich Gesprächsstoff sorgt. Der von Akia Hess Otomotiv genannte Linienbus hört auf den Namen Metrobus und zielt zweifelsohne auf die BRT-Linie in Istanbul, aber auch Exportmärkte haben die Türken im Visier. Mit maximal Platz für 290 Fahrgäste sei es der größte Bus weltweit, versichert Akia Hess Otomotiv. Der Fahrer sitzt hinter einer Glaswand, für 30 Fahrgäste gibt es einen Sitzplatz. Türen auf beiden Seiten sollen den Fahrgastfluss im Sinne eines effektiven BRT-Systems beschleunigen. Sechs Kameras pro Seite sollen dem Fahrer die nötige Sicherheit beim Abfahren von der BRT-Station geben, ob man da noch die Übersicht behält? Der Name Hess im Firmennamen verweist auf die verbauten rostfreien, tragenden Elemente der Karosserie, die in der Schweiz entwickelt wurden. Als Antrieb werkelt ein Euro VI-Motor von Mercedes-Benz (OM 470), als Getriebe nutzt man ein Allison-Automaten und Achsen würde man bei ZF zukaufen. Je nach Kundenwunsch gibt es einen klassischen Dieselantrieb, eine Hybridversion oder auch einen Trolleybus sei möglich, so die Türken. Dann würde man zwei 160 kW-Traktionsmnotoren verbauen. Dass die letzten beiden der insgesamt fünf Achsen angetrieben werden, sei nichts Neues, so die türkischen Ingenieure. Vergleichbare und erfolgreiche Konzepte dieser Art hätte es ja schon gegeben, heißt es. Man darf gespannt sein, wann es einen ersten Kunden für den Ultra LF 25 gibt.

 

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