DB Medibus – die rollende Arztpraxis für Gesundheitsmobilität in Städten und im ländlichen Raum. Foto: Deutsche Bahn / Dupont

Klaus Müller, Vorstand DB Regio Bus, Dr. Christian Gravert, leitender Arzt DB, Christian Korff, Cisco Deutschland. Foto: Deutsche Bahn / Dupont

Eine alternde Gesellschaft und damit die Notwendigkeit häufigerer Arztbesuche bei gleichzeitig fehlendem ärztlichen Nachwuchs sind große Herausforderungen für die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen. Die Deutsche Bahn (DB) hat deshalb den DB Medibus entwickelt. Dieses Angebot wird nun weiter ausgebaut: In Berlin stellten Vertreter der DB und von Cisco Deutschland den bereits vierten Medibus vor. Mit ihm können in unter-versorgten und von Unterversorgung bedrohten Gebieten künftig mobile Praxen eingesetzt und telemedizinische Versorgungsalternativen angeboten werden. Auch der Gesetzgeber hat die gesellschaftliche Relevanz dieser Innovation erkannt und in das vom Gesundheitsministerium verfasste Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) einfließen lassen, das am 1. Mai in Kraft tritt. Beispielsweise mit mobilen Arztpraxen oder telemedizinischen Einrichtungen sollen medizinisch unterversorgte Regionen zukünftig abgesichert werden – der Medibus vereint beides in einem. „Mit dem DB Medibus bringen wir auf dem Land den Arzt zum Patienten. So können der Zugang zur medizinischen Infrastruktur verbessert und absehbare Probleme bei der ärztlichen Versorgung angegangen werden. Insbesondere älteren Menschen fällt in schwächer versorgten ländlichen Gebieten der Weg zum Arzt immer schwerer. Mit dem DB Medibus kann die medizinische Grundversorgung gestärkt werden“, sagte Klaus Müller, Vorstand DB Regio Bus. „Bei der medizinischen Versorgung im Medibus werden keine Kompromisse in der Qualität gemacht, denn das Fahrzeug ist technisch für Telemedizin und weitere Innovationen gut vorbereitet. Als DB nutzen wir den Medibus künftig auch innerhalb unseres Konzerns – für eine mobile Kampagne zur Gesundheitsprävention“, so Dr. Christian Gravert, Leitender Arzt der DB. „Cisco vernetzt Menschen und Dinge – der Medibus ist ein hervorragendes Beispiel, wie diese Vernetzung das Leben vieler Menschen verbessert. Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Kompetenzen – in den Bereichen Mobilität, sichere Vernetzung, medizinische Versorgung – entsteht eine wegweisende Lösung, die letztlich allen zugutekommt. So können junge Mediziner auf dem Land arbeiten, aber dennoch in der Stadt wohnen. Ältere Menschen dagegen können in ihrer vertrauten Umgebung bleiben, ohne für einen Facharztbesuch eine Tagesreise auf sich nehmen zu müssen. Wir sind stolz darauf, dass unsere Technologie dafür die Brücke schafft“, sagte Christian Korff, Mitglied der Geschäftsführung, Cisco Deutschland. Der DB Medibus ist ein 12,7-Meter-Linienbus von VDL, in dem sich eine voll ausgestattete mobile Praxis für Allgemeinmedizin befindet. Er ist ein Angebot an die gesamte Gesundheitsbranche von Politik und Verwaltung über Krankenkassen bis zu den Ärzten, die das medizinische Personal für den Bus stellen. Der Medibus ist unterteilt in Wartezimmer, Labor und Behandlungsraum und Sprechzimmer. Durch die Verwendung modernster Technologien des kalifornischen Technologiekonzerns Cisco wie etwa einer internetfähigen Videokonferenzanlage besteht die Möglichkeit, bei der Behandlung auch Telemedizin – Diagnostik und Therapie über räumliche Distanz – einzusetzen. So kann auch die medizinische Versorgung durch Fachärzte im ländlichen Raum sichergestellt werden. Damit ist der DB Medibus eine wertvolle Ergänzung zu den bestehenden Arztpraxen.

Mittlerweile hat die Deutsche Bahn den 4. Medibus auf die Räder gestellt. Aktuell wird die rollende Basis bei VDL eingekauft. Grafik: Deutsche Bahn

Alles an Bord: Der Medibus ist in unterschiedliche Behandlungsbereiche ein geteilt. Foto: Deutsche Bahn / Dupont

Durch den Einbau modernster Technologien kann bei der Behandlung zudem auch Telemedizin eingesetzt werden. Foto: Deutsche Bahn / Dupont

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