Volvo Bus kooperiert für den Markt in Großbritannien und Irland bei Elektrobussen mit MCV – auf dem E-Chassis von Volvo Bus bauen die Ägypter zwei Fahrzeuge auf. Foto: Volvo Bus

Volvo Bus kooperiert für den Markt in Großbritannien und Irland bei Elektrobussen mit MCV – auf dem E-Chassis von Volvo Bus bauen die Ägypter zwei Fahrzeuge auf. Foto: MCV

Der E-Doppeldecker wird schon von Metroline gestestet. Foto: Volvo Bus

E-Doppledekcer in Großbritannien sind kürzer, auch MCV nimmt das Maß auf. Foto: MCV

Der Solowagen wird in Kürze von Fastrack erprobt werden. Foto: Volvo Bus

Volvo hatte am 27. September eine spannende rollende Basis für Aufbauhersteller vorgestellt: Volvo BZL Electric ist der Name des neuen batterieelektrischen Busfahrgestells, das der schwedische Hersteller zunächst auf dem australischen, mexikanischen und britischen Markt verkaufen wird. Rund 20 Minuten dauerte damals die online-Präsentation, bei der Anna Westerberg, Präsidentin Volvo Buses, mit Kollegen aus den Länder der nahenden Markteinführung über eine Videokonferenz das Potential des boomenden Elektrobusgeschäftes erläuterte.

Noch in diesem Jahr sollen die beiden batterieelektrischen Busfahrgestelle angeboten werden, so die Aussage anlässlich der Präsentation. Den Worten ließ man Taten folgen, in Großbritannien präsentierte Volvo Bus UK die neue Elektrobusplattform BZL Electric als  Solo-  und gleich auch als Doppeldecker. Nicht nur das pure Chassis, sondern in Kooperation mit dem ägyptischen Bushersteller MCV als komplette E-Busse. MCV wird nach Angaben von Volvo Bus der Karosseriebauer-Partner für die BZL Electric-Reihe in Großbritannien und Irland sein – es sei aber kein Exklusivvertrag, wie am Rande der Premiere Volvo Buses Sales Director Phil Owen erklärte.

Metroline wird den ersten E-Doppeldecker auf BZL Electric-Basis mit MCV-Aufbau testen, der Einsatz des batterielektrischen Solowagens erfolgt bei Fastrack. Dafür gab es aber jetzt viele technische Daten zu den beiden Chassis: Volvo Buses bietet zunächst eine 12 Meter lange und einer 10,8 Meter lange Ausführung an, kürzere und längere Varianten wären auch darstellbar. Während die 12m-Variante namens BZL auf Solofahrzeuge abzielt, soll mit der 10,5m-Variante der Doppeldeckermarkt bedient werden – hier hört die Bodengruppe dann auf den Namen BZL DD.

Das Fahrgestell umfasst Stahl- oder Aluminiumräder mit Reifen der Größe 275/70 R22.5, Volvo-Scheibenbremsen und eine elektrisch angetriebene hydraulische Lenkung. Sicherheitsmerkmale wie ABS, ein elektronisches Bremssystem, Beschleunigungsschlupfregler, elektronische Stabilitätskontrolle und eine Berganfahrhilfe sind ebenfalls verfügbar. Beide Ausführungen werden von einem 200 kW starken zentralen Elektromotor angetrieben, wobei der Solowagen mit zwei E-Motoren ausgestattet werden kann und dann 400 kW erreicht.

Das Fahrzeug kann dank des OppCharge-Standards mit einer maximalen Leistung von 300 kW über Pamtographen geladen werden. Die Batteriekapazität kann dann 470 kWh erreichen. Sowohl der Solobus als auch der Doppeldecker können entweder über ein CCS2-Plug-in mit maximal 150 kW oder über das Pantograph-basierte OppCharge -System von Volvo mit maximal 300 kW aufgeladen werden. Der Antrieb erfolgt über eine ZF AV 133-Achse und beide BZL Electric-Busse haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 19.500 kg. Die Vorderachse sei eine hauseigne, so Volvo Bus.

“Wir sind entschlossen, den Wandel unserer Branche hin zu einer nachhaltigeren Zukunft anzuführen”, sagte Anna Westerberg, Präsidentin von Volvo Buses während der Präsentation. “Mit der Einführung des neuen Volvo BZL Electric wollen wir die verantwortungsvollsten elektrischen Bussysteme der Welt anbieten. Wir tun dies, indem wir uns auf Nachhaltigkeit, Sicherheit und Zuverlässigkeit konzentrieren.” Ganz neben bei machten die Schweden darauf aufmerksam, dass die BZL Electric-Plattform so entwickelt wurde, dass sie zu über 90 % recycelbar sei. (MCV/VolvoBus/omnibus.news/Sr)

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