Marcopolo hat mit der G8-Baureihe die nächste Generation der Reisebusse vorgestellt. Foto: Marcopolo

Auf Fernstrecken in Brasilien kann man mit dem Reisebus mehr als komfortabel unterwegs sein… Foto: Marcopolo

Der Fahrerarbeitsplatz der neuen G8-Baureihe von Marcopolo. Foto: Marcopolo

Der Geschäftsführer von Marcopolo, James Bellini, bei der G8-Vorstellung. Foto: Screenshot Marcopolo

Marcopolo hat mit der Generation 8 eine neue Reisebusbaureihe vorgestellt. 12 Jahre nach der Premiere der G7-Baureihe folgt eine Wachablösung, die Brasilianer haben sich mit den Fahrzeugen der letzten Baureihe einen Marktanteil von über 60 Prozent erobert und wollen diesen weiter ausbauen. Die G7-Baureihe wird aber parallel neben der neuen G8-Generation weiter produziert, die zunächst als Premium-Produkt vermarktet wird. Rund 140 Neuheiten für die neue Baureihe melden die Brasilianer, 70 Petente wurden in diesem Zusammenhang angemeldet.

Ricardo Portolan, kaufmännischer Direktor bei Marcopolo, erklärte anlässlich der Online-Vorstellung, dass die Einführung der G8-Generation für das Unternehmen von strategischer Bedeutung ist. Ihm zufolge werden dank der Fortschritte bei der Impfung in Brasilien bald wieder mehr Menschen mit dem Bus reisen. Keine Frage, Fernreisen in Brasilien sind eine Domäne des Busses. “Die neue Generation wird dazu beitragen, dass die Busindustrie wieder in Schwung kommt. Ebenso wie bei der Rückkehr von Menschen. Es ist ein günstiger Moment.”

Ab August werden die ersten Omnibusse der G8-Baureihe ausgeliefert. Der Geschäftsführer von Marcopolo, James Bellini, ist stolz darauf, dass die neue Baureihe das Werk bereits mit einer Oberflächenbesichtigung verlässt, die antimikrobiell sei. Wie bei den anderen Baureihen auch sind Stoffe und beispielsweise Haltegriffe standardmäßig entsprechend beschichtet. Nun sei auch das Bord-WC sowie die Klimatisierung in den Fokus gerückt, auch hier hätten die Ingenieure mit UV-C-Licht entsprechende Lösungen geschaffen, um das Busreisen wieder zu ermöglichen.

Optisch fällt die markante Front- und Seitengestaltung auf, wertig mit Edelstahl und zahlreichen LED-Leuchtkörpern setzen die Brasilianer hier ihre Marktführerschaft auch gekonnt optisch um. Alles folgt aerodynamischen Gesetzen, der Verbrauch der G8-Baureihe konnte so nach Angaben von Marcopolo um 5% im Vergleich zu den G7-Omnibussen gesenkt werden.

Was die Sicherheit und die Sicht des Fahrers betrifft, so hat Marcopolo nach eigenen Angaben die toten Winkel eliminiert – Dank entsprechender Technik sowie Anordnung des Fahrerplatzes sowie der Verglasung. Die A-Säule wurde zudem um 50 mm nach hinten verschoben, was die Sicht auf die Straße noch einmal verbessern soll. Der untere Teil der Ganzglas-Einstiegstür hilft, Passanten und die Straße besser sehen zu können. Optional werde statt konventioneller Spiegel auf Wunsch auch ein Kamera-Monitor-System verbaut.

Im Fahrgastraum wurde ein LED-basiertes neues Lichtkonzept realisiert, zusammen mit hochauflösenden Monitoren an den Fahrgastplätzen und einem einmaligen Soundsystem, so die Aussage der Brasilianer, werde das Reisen mit dem Bus auf Fernstrecken jetzt noch angenehmer. Ablagefächer wurde neu gestaltet, der Fahrgastaum so sichtbar vergrößert. Die Trennung zum Fahrerplatz bleibt. Auch hier hat neueste Elektronik zusammen mit Assistenzsystemen Einzug gehalten. Wer sich für die neue G8-Baureihe und weitere Details interessiert, dem sei an dieser Stelle das Video der Premiere empfohlen, Marcopolo hat es auf Youtube online gestellt. (Marcopolo/omnibus.news/Sr)

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