Beim Spatenstich in Salzgitter waren aktiv – von links: Hilmar Albrecht (Prokurist Goldbeck Group), Michael Tacke (Baudezernent der Stadt Salzgitter), Ralf Kolshorn (Leiter MAN Spare Parts Management), Elke Behmer-Geisler (stellvertretende Betriebsratsvorsitzende MAN Salzgitter), Michael Ulverich (Leiter MAN Production Truck), Jan Felix Beck (Leiter MAN Logistics Center Salzgitter). Foto: MAN

Beim Spatenstich in Salzgitter waren aktiv – von links: Hilmar Albrecht (Prokurist Goldbeck Group), Michael Tacke (Baudezernent der Stadt Salzgitter), Ralf Kolshorn (Leiter MAN Spare Parts Management), Elke Behmer-Geisler (stellvertretende Betriebsratsvorsitzende MAN Salzgitter), Michael Ulverich (Leiter MAN Production Truck), Jan Felix Beck (Leiter MAN Logistics Center Salzgitter). Foto: MAN

Der Umbau des Lkw-Geschäfts von Volkswagen hinterlässt Spuren im MAN-Werk Salzgitter: Der Standort, in dem bisher komplette Lastwagen vom Band liefen, wird zu einer reinen Zulieferfabrik umgebaut. Am 3. Mai 2016 fand der offizielle Spatenstich für den dritten Bauabschnitt des MAN Logistics Centers in Salzgitter statt. Der Standort Salzgitter mit mehr als 2.500 Beschäftigten hat verschiedene Umstrukturierungen erlebt: Die Busproduktion wurde ins Ausland verlegt, die Funktion als Bus-Zentrale wanderte nach München. Im Gegenzug erweiterte MAN seinerzeit die Lkw-Fertigung und baute auf dem riesigen Firmenareal ein Logistikzentrum. Wie die Hannoversche Allgemeine schrieb, werde Salzgitter wohl das erste Vorzeigeprojekt für Volkswagens neuen Lkw-Chef Andreas Renschler. Er wolle die Zusammenarbeit der beiden VW-Töchter MAN und Scania vorantreiben. Die Kooperation solle sich nicht nur auf Einkauf und Entwicklung beschränken, sondern auch in der Produktion zum Tragen kommen. In Salzgitter sollen für beide Marken Komponenten wie Achsen oder Kurbelwellen gefertigt werden, während sich das Münchener Stammwerk komplett auf den Lkw-Bau konzentriere. Die Erweiterung um 60.000 Quadratmeter Lagerfläche bedeutet nach Angaben von MAN eine deutliche Optimierung der Ersatzteil-Logistik. Vor allem aber zeige die Erweiterung, dass der Standort Salzgitter auch als internationaler Teileversorger für MAN auch in Zukunft eine große Rolle spielen werde, so die offizielle Pressemitteilung. Bis Januar 2017 wird das Logistics Center in Salzgitter durch den dritten Bauabschnitt um weitere 60.000 Quadratmeter auf dann insgesamt 172.000 Quadratmeter Lagerfläche wachsen, teilt MAN mit. Im Zuge der Neustrukturierung der Kernkompetenzen innerhalb des MAN Werkverbundes Production Truck (PT) wird das Zentrallager komplett von Dachau nach Salzgitter verlagert. Um einen nahtlosen Übergang des Geschäftes zu gewährleisten, wird das zentrale Ersatzteilgeschäft parallel zum Bau in den nächsten sechs Monaten stufenweise von Dachau nach Salzgitter verlagert. „Durch die Erweiterung kann das Logistics Center in Salzgitter zukünftig als alleiniges Zentrallager der MAN Ersatzteil-Logistik agieren“, erläutert Ralf Kolshorn, Leiter MAN Parts Management. „Dadurch wird die Komplexität des Logistikprozesses deutlich reduziert, was für unsere Kunden eine deutliche Optimierung der Ersatzteil-Logistik bedeutet.“

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