Wird in Frankreich getestet: Der Aptis von Alstom und NTL. Foto: Alstom

Aptis heißt der Elektrobus von Alstom und NTL. Als innovative Mobilitätslösung wird der Bus mit dem langen Radstand vermarktet. Mit Blick auf das Design stimmt der Anspruch auch, optisch ist die Linienführung an einer Straßenbahn angelehnt. Der neue Elektrobus soll in der zweiten Jahreshälfte in Paris und in einem Vorort in der Region Île-de-France für Probefahrten eingesetzt werden. In Frankreich hat STIF den Entschluss gefasst, zwei Tests zu starten, eine davon mit der RATP. Hier kommt der Aptis ins Spiel bzw. auf die Straße. Zwei oder drei große Doppeltüren sollen einen schnellen Fahrgastwechsel erlauben. Außerdem sei so ein problemloser Einstieg von Rollstuhlfahrern und Fahrgästen mit Kinderwagen möglich. Betreiber sollen von einem Fahrzeug profitieren, das leicht zu warten sei und das in seiner Kategorie die längste Lebensdauer aufweisen wird, so die Macher des Aptis. Mit seinen vier lenkbaren Rädern – gegenüber zwei bei einem Bus – nutzt Aptis 25% Fläche in Kurven und sorgt so für eine perfekte Integration in den Stadtverkehr. Diese Einsatzleistung bringt Vorteile an Bushaltestellen und reduziert den Platzbedarf, sodass mehr Fläche für andere Fahrzeuge geboten wird. Ganz so innovativ ist dieser Ansatz aber nicht, wie Neoplan mit dem N 4114 schon gezeigt hat. Alstom und NTL liefern nicht nur das Fahrzeug, sondern bieten ein Gesamtsystem an. Dieses beinhaltet Auslegungs- und Lademöglichkeiten, Straßeninfrastruktur, Leasing- und Garantieoptionen, sodass Städte Elektromobilität reibungslos und kosteneffizient in ihren Verkehr integrieren können. “Mit Aptis erweitern wir unser Angebot der elektrischen Mobilitätslösungen und können nun Städten ein umfassendes urbanes Lösungsspektrum bieten. Es war eine große Herausforderung, diese Innovation zu entwickeln; möglich gemacht dank NTLs Flexibilität und Know-how bei bereiften Fahrzeugen und dank Alstoms Expertise im Bereich Elektroantrieb und Systemintegration. Wir sind stolz darauf, diese neue umweltfreundliche Lösung vorstellen zu können, die den städtischen Verkehr revolutionieren wird“, sagt Henri Poupart-Lafarge, Alstom Vorsitzender und CEO. Aptis kann nachts im Depot geladen werden, oder zügig an jedem Linienende während des täglichen Betriebs. Schnelles Laden ist entweder über einen umgekehrten Stromabnehmer oder SRS, Alstoms innovatives System für statisches Wiederaufladen, möglich. Aptis-Prototypen werden in NTLs Werk in Duppigheim im Elsass gefertigt. Die Hauptkomponenten werden in fünf Alstoms Standorten in Frankreich hergestellt: Saint-Ouen, Projektmanagement und Systemintegration; Tarbes, Antrieb; Ornans, Motoren; Vitrolles, SRS und Villeurbanne, Elektronik für den Antrieb.

Der Aptis ist zunächst nur ein Erprobungsfahrzeug. Foto: Alstom

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