Der Magirus M 2000 im kleinen Maßstab von NZG. Foto: van Unen

Der Magirus M 2000 im kleinen Maßstab von NZG. Foto: van Unen

Auf der IAA 1977 stellte Magirus dem Publikum in Frankfurt den vom Fiat 370 abgeleiteten M 2000 vor. Der Reisebus wurde gemeinsam von Fiat und Magirus entwickelt. Technisch basierte der M 2000 auf dem 370, wurde aber mit Blick auf den deutschen Markt entsprechend angepasst – es blieben aber der Profilrahmen nach Lkw-Art, eine starre Vorderachse und das verhältnismäßig hohe Eigengewicht. Hier zeigt auch das Modell von NZG, was Konrad Pernetta vom Modellbusmarkt Oberammergau anbietet, was die Ingenieure seinerzeit leistetetn: Um die sehr robust ausgefallene Fiat-Konstruktion abzuspecken,  wurden beispielsweise Stoßstangen aus Polyurethan und eine Motorraumklappe aus GFK sowie Kofferraumklappen aus Aluminium verbaut. Die Stoßstangen fallen beim Modellbus materialbedingt sofort ins Auge. Trotz Diät brachte es der M 2000 stolze 11.446 kg auf die Waage. An Nutzlast blieben so noch 4.554 kg übrig, relativ wenig, denn schon damals brachten Fahrgäste und Gepäck einiges auf die Waage… Magirus hatte sich damals mit dem M 2000 viel vorgenommen:  40 Millionen D-Mark wurden in Mainz-Mombach in den Bau einer neuen Omnibus-Montagehalle investiert. Auf knapp 7.000 qm wurden vier Montagelinien mit insgesamt 40 Montageplätzen für den Ausbau und die Endmontage für den M 2000 eingerichtet. Fahrwerk und Gerippe des M 2000 wurden in Italien zusammengeschweißt und auch mit den Deutz-Diesel-Motoren bestückt. Anschließend ging es auf eigener Achse über die Alpen zur Endmontage nach Mainz-Mombach.  Der M 2000, den Magirus in drei Längen von 10,6 m, 11,3 m und 12 m anbot, war seinerzeit eine gelungene Neuerscheinung. Das galt sowohl für das Äußere, das nicht nur funktionell gestaltet war, sondern auch für das zeitlos elegant wirkende Design. 1981 kam als letzte Variante noch ein Modell mit Hochdach (M 2000 H) hinzu. Der M 2000 war auch der letzte Reisebus von Magirus. Als 1982 das Omnibus-Werk in Mainz-Mombach geschlossen wurde, endete auch die Produktion des M 2000 in Deutschland. In Italien wurde der M 2000 noch weitergebaut, bis er 1992 vom Iveco EuroClass abgelöst wurde.

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