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DoSa BVG Doppeldecker Sattelschlepper

Der DoSa im Maßstab 1/87 von ADP Modelle. Foto: van Unen

Konrad Pernetta vom Modellbusmarkt Oberammergau meldet als neues Modell denlängsten Berliner Doppeldecker – auch im Maßstab 1/87 ist der von ADP Modelle in den Farben der BVG Ost aufgelegte Modellbus noch eine imposante Erscheinung. Der Doppelstock-Sattelschlepperbus, kurz DoSa, war in den Plänen der frühen DDR als der Großraumbus für den Stadtverkehr geplant. Insgesamt wurden aber nur acht Omnibusse zwischen 1953 und 1956 gebaut. Der DoSa ist damals auf der Linie 27 eingesetzt worden, die von Kaulsdorf quer durch die Köpenicker Altstadt nach Müggelheim führte. Der DoSa bot schon in den 50er Jahren eine Einstieghöhe von 38 Zentimetern sowie ein stufenloses Unterdeck, sodass man den DoSa durchaus als einen der ersten Niederflurbusse bezeichnen kann. Zwei Treppen im 15 Meter langen Doppeldecker erlaubten einen schnellen Fahrgastfluss, der DoSa hatte als erster Doppelstockbus im Obergeschoss einen Mittelgang und für den Schaffner sogar einen Arbeitsplatz mit Sitz am hinteren Eingang. Die Sattelschlepperbauweise war eine politische entscheidung, man erhoffte sich,  so ein Großraumfahrzeug zu haben, das wendiger als die damals verbreiteten Anhängerzüge war. Außerdem war die Zugeinheit flexibel einzusetzen, die Verfügbarkeit des DoSa garantiert. Revolutionär aus heutiger Sicht war der Elektroantrieb – 1955 wurde ein Prototyp mit O-Zugkopf in Ostberlin getestet.

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