ADL BYD London

Leon Daniels, Geschäftsführer Oberflächenverkehr, TfL; Wang Chuanfu, Chairman, BYD; Val Shawcross, Stellvertretende Londoner Bürgermeisterin für Verkehr; David Brown, Vorstandsvorsitzender, Go-Ahead Group; Isbrand Ho, Geschäftsführer, BYD Europe. Foto: ADL

Nicht konservativ, sondern richtungsweisend: London hat such zum Erreichen der Klimaschutzziele ehrgeizige Ziele gesetzt. Neue Linienbusse sollen zukünftig im Innenstadtbereich der britischen Metropole nur noch emissionsfrei fahren. Und zukünftig heißt bei den Briten schon in einem Jahr! Ab 2018 werden keine neuen Linienbusse mit Dieselantrieb mehr angeschafft. Nach einer ersten Elektrobusflotte und den dort gesammelten Erfahrungen will man bei Transport for London (TfL) weiter auf die Stromer setzen. Außerdem plant TfL bis 2020 den regulären Einsatz von mindestens 300 emissionsfreien Bussen im Linienverkehr. Neben den Solowagen haben die Briten auch ihre heiß geliebten Doppeldecker im Visier. In den kommenden Jahren sollen bis zu 20 Doppeldecker mit Wasserstofffantrieb in Dienst gestellt werden. Londons Bürgermeister Sadiq Khan kündigte nun ganz offiziell an, dass ab 2018 nur noch emissionsfreie Eindecker-Busse für den Innenstadtverkehr angeschafft werden. Zudem will er keine neuen Doppedecker mit „dreckigem“ Dieselantrieb mehr. Das Bürgermeisteramt erklärte in einer Pressemitteilung, dass Schätzungen zufolge etwa 9.400 Todesfälle in London auf durch Luftverschmutzung verursachte Krankheiten zurückzuführen seien. Hierfür würde man besonders Diesel-Fahrzeuge verantwortlich machen, sie seien maßgeblich ursächlich für Schadstoffbelastungen und die damit einhergehenden Gesundheitsprobleme. Kürzlich sind die ersten 51 Elektrobusse in Betrieb (siehe Foto) gegangen, die auf einer von drei rein elektrischen betriebenen Linien zum Einsatz kommen. London verfügt damit über insgesamt 79 Null-Emissions-Busse. „Ich will, dass London bei Wasserstoff- und Elektro-Bus-Technologien weltweit führend wird. Ich setze schlagkräftige Maßnahmen um, die Londons schädliche Luft säubern; es ist großartig, dass weitere Städte dabei mitmachen, keine neuen reinen Dieselbusse mehr anzuschaffen, was ein klares Signal sendet, dass wir nur die saubersten Technologien in unseren Städten wollen“, so Khan. Khan rief andere Städte dazu auf, dem Beispiel Londons zu folgen, um Bus-Hersteller dazu zu bewegen, mehr emissionsfreie Fahrzeuge zu produzieren und umweltfreundliche Bus-Technologien erschwinglicher zu machen. Dem Aufruf sind bereits elf Metropolen gefolgt, die ab Ende 2020 die Anschaffung neuer Dieselbusse auslaufen lassen wollen – darunter bekannte Städte wie New York, Los Angeles, San Francisco, Amsterdam und Hamburg.

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