Im Mittelpunkt der MAN BusDays 2018 stand die neue Lion’sCity-Generation. Foto: MAN

Im März diesen Jahres brüllte der neue Stadtbus der Lion’s City-Baureihe gewaltig, jetzt ist nur noch ein leises Schnurren zu hören. Aber keines, was die Zufriedenheit einer (Raub-)Katze signalisiert. Der Serienanlauf ist verschoben, das wildern in Stadtbusrevieren findet noch nicht statt. Wie Thorsten Wagner, zuständiger Test- und Technikredakteur der Fachzeitschrift lastauto omnibus online in seinem Blog berichtet, hat MAN den Serienstart der neuen Generation wegen Qualitätsproblemen um rund ein halbes Jahr verschoben. Man sei einfach in der Serienreife nicht soweit, wie man es sein wollte für den Serienstart, wie Wagner berichtet. Die meisten Kritikpunkte erstreckten sich auf kleinere Verarbeitungsmängel, die nicht ganz so kongeniale Vorderachse, die man erwartet hatte, oder den im Antritt etwas schwachbrüstigen D15-Motor und das Fehlen neuer Sicherheitssysteme wie radargestützte Fußgängererkennung oder ein Abbiegeassistent, wie der Test- und Technikredakteur weiter berichtet. Ferner ist von weitreichenden personellen und unternehmenstechnischen Veränderungen zu lesen, die auch für die Verschiebung ursächlich sein könnten. Erst Mitte 2017 habe Frederick Zohm die Technikverantwortung im Vorstand übernommen, wie online zu erfahren ist. Als Fazit schreibt der Redakteur, dass es zuweilen gut sein könne, früh genug die Notbremse zu ziehen. Man darf gespannt sein, wann der Löwe richtig brüllen wird, denn ein genaues Datum trauen sich die Münchener derzeit noch nicht zu nennen.

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